anwenderreportage
Isifer steigert Effizienz mit Laserschneiden und Biegen von Salvagnini
Über 30 Jahre Unternehmensgeschichte, geprägt von stetigem Wachstum auf der Grundlage fortschrittlichster Technologien, beruflicher Motivation der Mitarbeiter sowie solider Beziehungen zu Kunden wie Lieferanten. Genau das trifft für das in Südtirol ansässige Unternehmen Isifer zu, das auf die Technologie von Salvagnini gesetzt hat, um weiter zu wachsen.
Das Herzstück der Schneidabteilung von Isifer ist nun das Salvagnini-Faserlasersystem L3.G4.
Shortcut
Aufgabenstellung: Maschinenpark modernisieren und digital vernetzen.
Lösung: Faserlasersystem L3.G4 und B3-Abkantpresse von Salvagnini mit der Prozesssoftware OPS.
Nutzen: Höhere Schneid- und Biegeleistung; einfachere Produktionssteuerung und bessere Prozessqualität sowie geringere Betriebs- und Energiekosten.
Von einem kleinen Betrieb im Herzen des Gadertals zu einem gut aufgestellten, digitalisierten Unternehmen, das heute auf internationalen Märkten tätig ist. Die Geschichte von Isifer zeigt, wie sehr fundierte Branchenkenntnisse in Verbindung mit weitsichtigen technologischen Entscheidungen das Business im Bereich der Blechbearbeitung beeinflussen können. Isifer wurde im Jahr 1993 in Campill von Isidoro Clara und seiner Frau Roswitha Oberlechner gegründet und verzeichnete seitdem ein kontinuierliches Wachstum, das schließlich 2023 in einem Umzug in größere, moderne Räumlichkeiten unweit des bisherigen Standorts im Industriegebiet Pikolein in der Gemeinde St. Martin in Thurn seinen Höhepunkt fand.
Unter Einsatz von Maschinen und Anlagen für das Laserschneiden, Biegen, Walzen, Schweißen, Zerspanen und Montieren entwickelt und fertigt das Unternehmen von der technischen Konstruktion bis hin zu den Endprodukten robuste Metallkonstruktionen im eigenen Haus und beliefert damit Architekturbüros, die Industrie sowie die Tourismusbranche. Auch wenn die Luxushotels im Gadertal und den umliegenden Tälern nach wie vor das Kerngeschäft von Isifer bilden, richtet das Unternehmen seinen Blick zunehmend über die Landesgrenzen hinaus und liefert weltweit Ladeneinrichtungen und repräsentative Fassaden.
Der L3.G4 von Salvagnini ist mit einer 6-kW-Laserquelle ausgestattet.
Anwender: Isifer
Isifer mit Sitz in St. Martin in Thurn im Südtiroler Gadertal ist ein 1993 gegründetes Unternehmen für Metall- und Stahlbau. Das Leistungsspektrum reicht von der 3D-Planung über Laserschneiden, Biegen und Kalandrieren, Schweißen sowie Drehen und Fräsen bis zur Montage. Gefertigt werden unter anderem Treppen, Geländer, Fassaden sowie individuelle Metall- und Stahlkonstruktionen für Architektur, Hotellerie und Industrie.
Isifer Srl.
Str. Gran Ega, 32
I-39030 Sankt Martin in Thurn, Südtirol
https://isifer.it/de
Die Wahl eines zuverlässigen Partners
Geprägt durch den Eintritt zweier junger ehemaliger Mitarbeiter – Franz Tolpeit, Leiter der Konstruktionsabteilung, und Alan Trebo, Leiter der Produktionsabteilung – ins Unternehmen, die inzwischen Gesellschafter geworden sind, blickt das Unternehmen heute nach einem Generationswechsel in die Zukunft. Diese Synergie, die sich aus der Verbindung der Erfahrung der Gründungspartner mit dem Innovationsdrang der neuen Gesellschafter ergab, hat zur Wahl des Technologiepartners Salvagnini geführt, einem führenden Hersteller von Werkzeugmaschinen, industriellen Anlagen und flexiblen Automatisierungslösungen für die Blechbearbeitung.
Als die Erneuerung des Maschinenbestands immer dringlicher wurde, suchte Isifer nicht nur nach einem Lieferanten für Maschinen, sondern nach einem wahren strategischen Partner. Die Entscheidung für eine Zusammenarbeit mit Salvagnini fiel nach einer gründlichen Marktanalyse und mehreren Messebesuchen. „Wir wollten ein Konzept und nicht bloß eine Maschine kaufen“, erklärt Franz Tolpeit und unterstreicht damit die Bedeutung einer langfristigen Vision. Isidoro Clara greift diesen Gedanken auf: „Uns lag immer schon sehr viel daran, mit einem zuverlässigen Lieferanten zusammenzuarbeiten, mit dem wir über alle selbstverständlichen technischen Aspekte hinaus eine solide Zusammenarbeit aufbauen können.“
Salvagnini zieht es vor, Kunden zu Schulungen ins eigene Haus einzuladen, da dies den direkten persönlichen Kontakt und das Vertrauen fördert. Dies bestätigt Tolpeit aus eigener Erfahrung: „Somit konnten unsere Mitarbeiter die Servicetechniker persönlich kennenlernen, die zu festen Ansprechpartnern werden, was für die schnelle Lösung etwaiger Probleme entscheidend ist. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die rasche Ersatzteillieferung, und die geografische Nähe ist dabei natürlich von Vorteil. Darüber hinaus befindet sich Salvagnini im Besitz einer innerhalb des Unternehmens sehr präsenten und engagierten Familie, was uns wiederum ein Gefühl von Vertrautheit, Nähe und Solidität vermittelt. Die Stärke von Salvagnini liegt in dieser Zugänglichkeit und der echten Interaktion zwischen den beiden Unternehmen. Dies ist eine Garantie für Qualität und Zuverlässigkeit – Werte, die wir schon immer geschätzt haben und die auch Isifer an seine eigenen Kunden weitergeben möchte.“
Das Faserlasersystem von Salvagnini gewährleistet maximale Präzision und Wiederholbarkeit der Prozesse.
Die Integration von Entwurf, Schneiden und Biegen
Eine der Säulen des technologischen Wandels in diesem Unternehmen war die Umstellung auf eine einheitliche, integrierte Softwareumgebung. In der Vergangenheit führte die getrennte Steuerung der verschiedenen Verarbeitungsschritte zu Engpässen. Heute stützt sich das Unternehmen auf eine moderne ERP- und CAD-3D-Software, die über die OPS-Software nahtlos mit dem Salvagnini-Ökosystem zusammenarbeitet. Das ist die modulare Prozesssoftware von Salvagnini, die als zentraler Koordinator fungiert, der Informationen verwaltet und an alle Umgebungen verteilt, um den Prozess effizienter zu gestalten. OPS definiert Regeln und Algorithmen zur Automatisierung des Prozesses, wodurch das System intelligenter wird und eine direkte Verbindung zwischen der technischen Abteilung und der Produktion hergestellt wird.
„Die Auswirkungen dieser Integration auf den Arbeitsalltag“, betont Franz Tolpeit, „waren bahnbrechend und haben die Arbeit der Bediener enorm vereinfacht. Durch die Möglichkeit, das Laserschneiden und die Abkantpresse über eine einzige Plattform zu steuern, wurden sämtliche Ineffizienzen beseitigt und dafür gesorgt, dass in der gesamten Werkstatt alle an einem Strang ziehen.“ Isidoro Clara fährt fort: „Diese Lösung hat alle unsere wichtigsten Anforderungen erfüllt: Durch die digitale Integration der beiden Maschinen bei gleichzeitiger Verbesserung der Leistung hinsichtlich Bearbeitungsgeschwindigkeit und Präzision wurde die Produktionssteuerung vereinfacht. Das ist großartig, denn so können wir immer effizienter arbeiten und entsprechend rasch auf dringende Kundenanforderungen reagieren.“
Hohe Schneidleistung und gute Zugänglichkeit
Das Herzstück der Schneidabteilung von Isifer ist nun das Salvagnini-Faserlasersystem, ein L3.G4 mit einer 6-kW-Quelle und Palettenwechsler. Es ist an die Stelle des bisherigen 2-kW-Faserlasers getreten und hat die Produktivität des Unternehmens erheblich gesteigert. L3.G4 ist die vierte Generation der Lasermaschinen von Salvagnini und verfügt über eine neue Architektur, die Ergonomie mit hoher Steifigkeit verbindet. Die innovative Portallösung bietet etwa uneingeschränkten Zugang zum Arbeitsbereich – ein entscheidender Faktor für ein Unternehmen wie Isifer, bei dem der Großteil der Produktion kundenspezifisch erfolgt. Die hohe Steifigkeit und die präzise Bearbeitung führen zudem im Vergleich zu früher zu einer besseren Leistung bei mittleren und dünnen Materialstärken. „Da wir im Auftragsgeschäft an Fassaden, tragenden Konstruktionen und luxuriösen Innenausbauprojekten tätig sind, unterscheidet sich jede Charge von der nachfolgenden und erfordert ständige Eingriffe, Anpassungen und Kontrollen durch den Bediener“, so Tolpeit.
In der von Isifer gewählten Konfiguration verfügt der L3.G4-Laser außerdem über fortschrittliche Technologien zur Steigerung der Prozesseffizienz. Unter diesen zeichnet sich die auf neuronalen Netzen basierende Bildverarbeitung besonders aus: NVS überprüft, ob der Laserstrahl zentriert ist und nutzt die durch maschinelles Lernen gewonnenen Algorithmen zur Überwachung des Zustands der Düsen sowie zur Reduzierung von Abfall. Ebenfalls erwähnenswert ist der adaptive Prozesssensor APC2 für die Echtzeitüberwachung der Einstechvorgänge, die sich in besserer Qualität bei höherer Geschwindigkeit niederschlägt. APC2 überwacht außerdem eventuelle Schnittverluste und stoppt den Prozess im Fehlerfall, um ihn anschließend mit entsprechend angepassten Parametern wieder aufzunehmen. Er ermöglicht auch die automatische Ermittlung der Brennweite.
Franz Tolpeit erklärt: „Heute sind wir in der Lage, Materialien mit einer Blechstärke von 10 bis 20 mm zu schneiden – eine Aufgabe, die wir vor der Installation der Salvagnini-Maschine noch an externe Dienstleister vergeben mussten. Angesichts der hohen Leistung ist die Maschine derzeit noch nicht voll ausgelastet, aber die Schnittqualität, die Präzision und Schnittwinkelgenauigkeit sind hervorragend; mehr kann man sich nicht wünschen.“ Etwa 70 % der Schneidarbeiten bei Isifer werden an Weichstahl durchgeführt, doch die Maschine kann problemlos auch Aluminium, Edelstahl und Cortenstahl mit einer maximalen Dicke von 20 mm sowie Kupfer, Bronze und Messing bis zu einer Dicke von 8 mm bearbeiten.
Effizienz und Energieeinsparungen im Blick
Ein zentraler Aspekt der Isifer-Strategie ist ihr Fokus auf Umwelt und Unabhängigkeit der Energieversorgung. Das Unternehmen hat in erneuerbare Energien investiert und verfügt über ein Geothermiekraftwerk sowie eine Photovoltaikanlage, die heute 130 kW Strom erzeugen können und durch Speichersysteme unterstützt werden. In diesem Szenario hat sich die Schneidetechnologie von Salvagnini dank fortschrittlicher Prozesssteuerungs- und Effizienzlösungen perfekt bewährt. Diese verbessern die Leistung und machen den Laser zu einem hochproduktiven, vielseitigen und benutzerfreundlichen System mit geringem Stromverbrauch (durchschnittlich 16 kWh) und wettbewerbsfähigen Betriebskosten.
Dank der Acut-Option kann der L3.G4 mit entsprechend aufbereiteter Druckluft schneiden, wodurch eine ähnliche Produktivität wie beim Schneiden mit Stickstoff gewährleistet wird, jedoch zu deutlich geringeren Kosten. Zur Nachhaltigkeit von Acut trägt auch APM2 bei, die neue kompakte Vorrichtung, die direkt an das Druckluftnetz der Fabrik angeschlossen wird und die für den Schneidprozess erforderlichen Druckwerte sicherstellt. Dank dieser Eigenschaften konnte Isifer die Betriebskosten drastisch senken. Etwa die Hälfte der Gesamtproduktion wird mit Druckluft geschnitten, wobei die selbst erzeugte Solarenergie zur Stromversorgung der Kompressoren genutzt wird.
„Wir schneiden viel mit Druckluft, da unsere Photovoltaikanlage über Batterien und überschüssigen Strom verfügt. Es ist für uns von Vorteil, mit Druckluft zu schneiden, wenn es um die Bearbeitung von Blechen mit einer Dicke von 10 mm oder weniger geht. Im Vergleich zu älteren Technologien macht sich dies deutlich in den Stundenkosten bemerkbar: Früher hatten wir jeweils 25-Flaschen-Packs mit Stickstoff und Sauerstoff, doch mittlerweile haben wir den Stickstoffverbrauch deutlich reduziert, und ein kleiner Sauerstoffpack reicht nun wirklich sehr lange. Die Gaskosten sind minimal“, zeigt sich Tolpeit zufrieden. Der Rest der Produktion erfolgt bei größeren Blechstärken hauptsächlich unter Verwendung von Sauerstoff, wobei ein geringer Restanteil an Stickstoff von etwa 7 % enthalten ist.
Vervollständigt wird das Produktionsökosystem durch eine B3-Abkantpresse von Salvagnini in der Konfiguration 170/3000 mit einem hochsteifen 7-Achsen-Anschlag. Wie beim Laser wird auch hier der Wettbewerbsvorteil durch das Zusammenspiel von Software und Maschine bestimmt. „Mit der Biegegeschwindigkeit der B3 befinden wir uns in einer ganz anderen Liga. Man importiert einfach das 3D-Modell des zu fertigenden Teils in die Software, erhält daraus die Abwicklung und sendet diese anschließend an die Maschine. Das Ganze ist auch dank der neuen intuitiven und flexiblen Mensch-Maschine-Schnittstelle mit ihren fortschrittlichen Funktionen wirklich total einfach. Dadurch wird der Biegevorgang auch für den Bediener einfacher, und die Prozessqualität hat sich erheblich verbessert“, berichtet Tolpeit aus der Praxis.
Die örtliche Gemeinschaft und junge Talente
Einen weiteren wichtigen Motor für Isifer stellen seine Mitarbeiter dar. In einer stark vom Tourismus geprägten Region wie dem Gadertal mag es wie eine schier unlösbare Herausforderung erscheinen, Menschen für den Fertigungssektor zu gewinnen. Und dennoch verfügt Isifer über ein Team von 20 Mitarbeitern, die allesamt aus der Region stammen und mit 32 Jahren ein überraschend niedriges Durchschnittsalter aufweisen. Das Geheimnis liegt in einer Mischung aus innovativen Technologien und einer zutiefst menschlichen Unternehmensführung unter der Leitung der beiden Gründer Isidoro und Roswitha. „Wir pflegen ausgezeichnete Beziehungen zu unseren Mitarbeitern, die weit über rein geschäftliche Belange hinausgehen. Wir sprechen fast täglich mit ihnen und fragen sie – einzeln oder in Gruppen –, wie es läuft, was sie brauchen, um besser arbeiten zu können, und wie sie die Dinge sehen. Wir beziehen sie in die Entscheidungsfindung mit ein und geben ihnen die Möglichkeit, ihre eigenen Tätigkeiten entsprechend zu gestalten. Wenn wir den Ruf genießen, zuverlässig zu sein, dann verdanken wir das vor allem unseren Mitarbeitern“, geht Isidoro Clara näher darauf ein.
Roswitha Oberlechner, die „Mutter“ des Unternehmens, sorgt mit kleinen, aber entscheidenden Gesten im Alltag für ein angenehmes Arbeitsklima, kümmert sich um die Gemeinschaftsräume und sorgt auf diese Weise für eine entspannte, familiäre Atmosphäre. Darüber hinaus üben die modernen, sauberen Maschinen eine große Anziehungskraft auf die jüngeren Generationen aus. Franz Tolpeit meint abschließend: „Heutzutage fühlen sich junge Menschen von der Technik angezogen, sie arbeiten gerne mit modernen Maschinen in einem computergestützten, digitalisierten Umfeld. Wir sehen diese Begeisterung: Junge Menschen ziehen andere junge Menschen an, und das ist die beste Werbung für uns.“
Produkt im Einsatz
Salvagnini L3.G4
Der L3.G4 wurde speziell entwickelt, um Ergonomie und Benutzerfreundlichkeit zu verbessern und maximale Präzision und Wiederholbarkeit der Prozesse zu garantieren.












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