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Salvagnini Xperience: Flexible Fertigungssysteme für die Blechbearbeitung

Am Salvagnini Campus im italienischen Sarego fand im März 2025 die neue Ausgabe der Xperience statt. Eine Pflichtveranstaltung für Fachleute der Blechbearbeitung, bei der sie die neuesten technologischen Innovationen von Salvagnini als Antwort auf aktuelle und künftige Herausforderungen der Branche kennenlernen konnten.

Flexible Smart Line: Ein flexibles Produktionssystem, das Maschinen, Mensch und Big Data in einem einzigen Ökosystem vereint.

Flexible Smart Line: Ein flexibles Produktionssystem, das Maschinen, Mensch und Big Data in einem einzigen Ökosystem vereint.

Fokusthemen waren beispielsweise die Optimierung von Produktivität, die Gewährleistung einer immer besseren Produktqualität sowie die Reduzierung von Fehlern und Senkung des Verbrauchs. Besonders beeindruckend waren dabei die Live-Demonstrationen auf modernsten Salvagnini-Fertigungssystemen sowie detaillierte Einblicke in zukunftsweisende Softwarelösungen.

Die FSL S4+P4 in Aktion: Mittels Systemintelligenz stellt diese Linie automatisch unterschiedliche Teile in Sequenz und im Vollautomatikmodus her. Sie kann auch, je nach Zielsetzung, verschiedene Produktionsstrategien einsetzen.

Die FSL S4+P4 in Aktion: Mittels Systemintelligenz stellt diese Linie automatisch unterschiedliche Teile in Sequenz und im Vollautomatikmodus her. Sie kann auch, je nach Zielsetzung, verschiedene Produktionsstrategien einsetzen.

Flexible Smart Line und Flexible Smart Job Shop

Unter anderem präsentierte Salvagnini seine hauseigenen Fertigungslösungen FSL und FSJ, die jeweils mit unterschiedlichen Produktionsstrategien arbeiten können: im Linienbetrieb mit der Option des Stand-alone-Betriebs bzw. mit einzelnen Technologien, die bei Bedarf kombiniert arbeiten können. Die erste Lösung ist die Flexible Smart Line S4+P4, ein flexibles Produktionssystem, das Maschinen, Menschen und Big Data in einem einzigen Ökosystem vereint. Mittels Systemintelligenz stellt diese Linie automatisch unterschiedliche Teile in Sequenz und im Vollautomatikmodus her. Sie kann auch, je nach Zielsetzung, verschiedene Produktionsstrategien einsetzen: zur Verbesserung der Linieneffizienz, zur Maximierung der Leistung einzelner Technologien oder zur Optimierung nachfolgender Operationen wie zum Beispiel der Montage.

Das MD-Lager für Einzelbleche beschickt die Stanz-Schermaschine S4. Ein MCU-Portalroboter, der zwischen der S4 und dem Biegezentrum P4 positioniert ist, kann die Teile entladen und stapeln, das Biegezentrum beschicken und als Puffer fungieren, um gegebenenfalls die Auslastung der Systeme auszugleichen. Eine RIP-Wendevorrichtung dreht die Teile um 180° entlang der Transferachse, bevor sie in die P4 zugeführt werden. Die zu bearbeitenden Teile laufen ohne Unterbrechung schnell von einer Bearbeitungsstation zur nächsten, somit werden Durchlaufzeiten minimiert.

FLOW, die Intelligenz der Linie, kennt die Bearbeitungs- und Durchlaufzeiten der Teile. Sie steuert die Verfügbarkeit der verschiedenen Stationen eigenständig derart, dass sie das Ergebnis je nach dem für den Bearbeitungsprozess gewählten Produktionsmodus (Kits, MTOs usw.) optimiert, während die OPS-Software der FSL die Fertigung nach verschiedenen Strategien ermöglicht (minimaler Verschnitt, maximale Kombination von Kits oder Aufträgen usw.), wobei sie den Fortschritt der Produktionsliste genau überwacht und Verluste vermeidet. Die Software NEXUS generiert das Sortierprogramm automatisch und garantiert dank des integrierten 3D-Simulators volle Prozesskontrolle und Vorhersehbarkeit.

Flexible Smart Job Shop kombiniert drei verschiedene Stand-alone-Systeme, die bei Bedarf zusammenarbeiten können.

Flexible Smart Job Shop kombiniert drei verschiedene Stand-alone-Systeme, die bei Bedarf zusammenarbeiten können.

Für dynamische Workflows

Die zweite Lösung ist der Flexible Smart Job Shop: Er kombiniert drei verschiedene Stand-alone-Systeme, die bei Bedarf zusammenarbeiten können, um zusammenhängende Produktionsaufträge zu bewerkstelligen. Der FSJ besteht aus dem neuen L3.G4-Laser mit vollautomatisierter Konfiguration mit LTWS-Lager, MCU-Sortiervorrichtung und Förderband, dem P-Robot, der ein P2-2120.G4-Biegezentrum mit einem Sechsachsroboter kombiniert und mit dem innovativen RVS-System für maschinelles Sehen ausgestattet ist. Nachgelagert steht noch die Abkantpresse B3.G4-ATA zur Verfügung.

Die hocheffiziente 8 kW-Laserquelle des L3.G4 mit hoher Leistungsdichte erreicht bei Blechstärken von bis zu 6 mm laut Salvagnini sogar höhere Schnittgeschwindigkeiten als 10 kW-Laserquellen. Die automatische Sortiervorrichtung MCU wird für das einfache Stapeln von Teilen mit unterschiedlichen Formen, Größen und Gewichten eingesetzt. Sie kann im Multigripping-Modus arbeiten und mehrere Teile in Sequenz mit demselben Greifelement aufnehmen oder im Zweifachentnahme-Modus, in dem zwei Greifelemente gleichzeitig herabfahren, um zwei einzelne Teile aufzunehmen. Bei dem Flexible Smart Job Shop, wie in Sarego präsentiert, werden etwa die einzelnen geschnittenen Teile dank der MCU sofort auf ein Transportband, das auch als Puffer fungiert, abgelegt und so den nachfolgenden Technologien vollautomatisch zur Verfügung gestellt.

Das innovative RVS-System für maschinelles Sehen bietet beim P-Robot volle Prozesseffizienz.

Das innovative RVS-System für maschinelles Sehen bietet beim P-Robot volle Prozesseffizienz.

100 % flexible Produktionsstrategie

Unmittelbar nach dem Laser befindet sich der P-Robot, die Anwendung von Salvagnini, die das Biegezentrum mit einem Roboter kombiniert, um Kits, Chargen und Einzelteile zu produzieren. Das innovative RVS-System für maschinelles Sehen bietet dabei volle Prozesseffizienz. Durch die Integration von RVS (Robot Vision System) erkennt und bearbeitet P-Robot die Teile vollautomatisch. Das Sichtkontrollgerät erfasst über Kameras und Sensoren ein Bild der Umgebung und interpretiert es mittels Künstlicher Intelligenz. RVS erkennt die Teile, unterscheidet die einzelnen Bleche und erkennt die Position von Paletten und Stapeln ohne Anschläge. All diese Informationen werden in Echtzeit an das Biegezentrum und den Roboter übermittelt, die sich selbstständig anpassen, damit das Blech präzise transportiert und positioniert wird.

RVS ist eine optionale Anwendung des maschinellen Sehens, die in Echtzeit die tatsächlich zu produzierenden Teile überprüft und fehlerhafte Teile aussondert. Das VISIO-System vergleicht das erfasste Bild mit der DXF-Referenz, um die Qualität zu gewährleisten und Maschinenstillstandszeiten zu reduzieren. Bei Produktionsende fasst ein Bericht die Ergebnisse der durchgeführten Prüfungen zusammen. Durch die Einführung von RVS kann P-Robot im Einzelteil-, Joblist- oder Autorun-Modus produzieren. Welcher Modus auch gewählt wird, RVS optimiert die Zykluszeiten, indem es eine Zentrierung der Blechtafeln vor der Produktion überflüssig macht. Die Option erhöht die Flexibilität von P-Robot und wird verwendet, um Teile mit komplexen Formen oder solche, die mit Schwerkraft-Zentriervorrichtungen nicht zentriert werden können, zu handhaben.

Am Ende von Flexible Smart Job Shop steht noch die Salvagnini-Abkantpresse B3.G4-ATA zur Verfügung. Die mit ATA und ATA.L-Vorrichtungen ausgestattete B3 passt die Länge der oberen und unteren Biegewerkzeuge automatisch an, was Zeit spart und die Produktionseffizienz wiederherstellt. Der Wechsel erfolgt rasch in nur wenigen Sekunden und die Programmierung ist einfach und intuitiv.

Die diesjährige Ausgabe der Xperience fand im März am Salvagnini-Campus im italienischen Sarego statt.

Die diesjährige Ausgabe der Xperience fand im März am Salvagnini-Campus im italienischen Sarego statt.

Live von der Salvagnini Xperience (v.l.n.r.): Norbert Novotny (x-technik), David Mörtenböck und Damiano Rugolotto (beide Salvagnini).

Live von der Salvagnini Xperience (v.l.n.r.): Norbert Novotny (x-technik), David Mörtenböck und Damiano Rugolotto (beide Salvagnini).

Der Wert des Service

Nähe, Zuverlässigkeit und Zukunftsorientierung sind Werte, die von jeher das Leistungsangebot von Salvagnini bestimmt haben – und die auch konkret im umfangreichen Dienstleistungsspektrum zum Tragen kommen, welches das Unternehmen seinen Kunden zur Verfügung stellt, um die heutigen Herausforderungen zu meistern. Das sind in erster Linie Prozesseffizienz und die Schwierigkeit, Büro- und Werkstattpersonal zu finden.

Daher präsentierte Salvagnini auf der Xperience 2025 eine modulare Produktpalette, die drei Servicestufen bietet – ACT, PLAN und GROW. Diese sind auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Kunden zugeschnitten, ab dem ersten Kontakt mit dem Unternehmen bis zum Ende der Nutzungsdauer des Systems. Solch eine Zusammenarbeit kann jahrzehntelang dauern, wie die verkauften Salvagnini-Systeme beweisen.

Die drei Stufen sind für unterschiedliche Anforderungen konzipiert. Probleme bei der tagtäglichen Arbeit bewältigt ACT mit sofortigen Lösungen. PLAN verhindert Probleme im Zusammenhang mit der strategischen Planung: Sie erkennt potenzielle Schwierigkeiten, geht sie proaktiv und präventiv an, während sie gleichzeitig Beeinträchtigungen minimiert und die Systemeffizienz erhöht. GROW maximiert den Prozesswert und verbessert die betriebsinternen Kompetenzen durch kontinuierliche Weiterbildung, um mehr denn je zum Wachstum des Kunden-Know-hows beizutragen. Wenn es um Details zu den Servicepaketen geht, beraten die Salvagnini-Spezialisten gerne.

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