anwenderreportage
Lorch Cobot überzeugt im Praxiseinsatz bei der H. Gewing
Im Bereich der Metallverarbeitung gewinnt die Automatisierung durch Schweißcobots immer mehr an Bedeutung. Auch die H. Gewing GmbH, Spezialist in der Metall- und Blechbearbeitung im Münsterland, hat seit fünf Jahren die Lorch Cobot Welding Solutions erfolgreich im Einsatz. Überzeugt haben sowohl die einfache Programmierung und Bedienung der Anlage als auch der modulare Aufbau, der es jederzeit ermöglicht, den Cobot an die verschiedensten Schweißaufgaben anzupassen und die Produktion noch effizienter zu gestalten.
Als Spezialist für Metall- und Blechbearbeitung setzt die H. Gewing GmbH erfolgreich auf die Lorch Cobot Welding Solutions.
Shortcut
Aufgabenstellung: Automatisiertes Schweißen von Kleinserien.
Lösung: Lorch Cobot Welding Solutions.
Nutzen: Entlastung der Mitarbeiter; Einsparung von 50 % der Arbeitszeit.
Einen Namen gemacht hat sich das inhabergeführte Familienunternehmen mit der Produktion und Bearbeitung von Blechen, Profilen sowie der Fertigung von Serien bis hin zu komplexen Baugruppen für die unterschiedlichsten Anforderungen und Industriebranchen. Auf einer Betriebsfläche von 30.000 m² mit einem umfangreichen Maschinenpark fertigt die H. Gewing GmbH vor allem für Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Fahrzeug- und Landmaschinen, Baumaschinen sowie für den Anlagen- und Maschinenbau. 1991 in Ahaus bei Münster gegründet, zählt das Unternehmen inzwischen über 280 Mitarbeiter, allein 80 davon arbeiten in der Schweißerei.
Dank der einfach zu bedienenden Cobotronic Software sind die Schweißnähte für die verschiedensten Bauteile schnell programmiert.
Einfache Bedienung, schnelles Ergebnis
„Beeindruckt hat uns vor allem die schnelle Programmierung des Lorch Cobots. Die Bedienung ist extrem einfach und wir kommen sehr schnell zum Ergebnis. Das haben wir so bei anderen Anbietern bisher nicht finden können“, betont Bernd Gewing, einer der beiden Geschäftsführer des Unternehmens. Die intuitive Menüführung der Cobotronic Software ermöglicht es dem Anwender in kürzester Zeit, die wichtigsten Schweißparameter einzustellen und zu optimieren. Dabei stehen drei praktische Modi zur Auswahl: Im Jobmodus übernimmt der Cobot die komplette Parametersteuerung der Stromquelle. Der Individualmodus erlaubt dem Schweißer den vollen Zugriff auf die Parameter und Kennlinien der Stromquelle. Mit dem Assistenzmodus liefert die Software je nach gewählter Anwendung Parametervorschläge für optimale Schweißergebnisse.
Der Maschinenpark im Schweißbereich umfasst bei Gewing 20 Industrieroboter und 75 MIG/MAG-Impulsschweißplätze. Für Bernd Gewing fügt sich der Cobot hier perfekt ein: „Die Programmierung der großen Roboteranlagen ist deutlich aufwendiger und erfordert mehr Zeit und spezielles Fachwissen. Das amortisiert sich aber nur bei größeren Auftragsmengen, die entweder in hoher Stückzahl oder in gewisser Regelmäßigkeit angefordert werden.“ Ideal ist der Einsatz des Cobots daher bei kleineren Losgrößen oder Bauteilen, die nicht regelmäßig gefragt sind. Gewing: „Das können Kleinserien von einer Losgröße von 5 bis 200 sein, die wir jetzt vom Handschweißen schnell und problemlos auf den Cobot übertragen können. Das entlastet unsere Mitarbeiter und spart uns bis zu 50 Prozent Arbeitszeit, da die Schweißer, während der Cobot seine Schweißnaht zuverlässig zieht, schon weitere Bauteile für den Schweißvorgang vorbereiten können.“
Mit SeamPilot definiert der Bediener nur einen groben Startpunkt, dann sucht und findet der Linienlaser die zu schweißende Naht ganz von selbst und folgt dieser bis zum Endpunkt.
Cobot individuell anpassen
Die Lorch Cobot Welding Solutions sind als modulares Baukastensystem konzipiert und können so ganz nach individuellem Bedarf zusammengestellt oder später nachgerüstet werden. Neben der Basisausstattung des Systems hatte sich das Unternehmen zunächst für zwei zusätzliche Tools entschieden, die sich schnell in die Arbeitsabläufe integrieren lassen und das Schweißen mit dem Cobot für die unterschiedlichen Bauteile noch flexibler und effizienter machen: Zum einen die Cobot Move, eine Linearachse, mit der sich der Arbeitsradius der Anlage auf 4,5 Meter vergrößern lässt. So können auch sehr lange Werkstücke problemlos automatisiert geschweißt werden; zudem ist das Arbeiten im Mehrstationenbetrieb möglich. Zum anderen der Drehkipptisch Cobot Turn 100 A, mit dem anspruchsvollere Werkstücke oder Rundnähte in einem durchgehenden Programmablauf problemlos vom Cobot bearbeitet werden können, sodass das aufwändige Drehen und erneute Aufspannen des Werkstücks entfällt. „Damit können wir lange Schweißnähte, die vom Schweißer viel abverlangen, und Rundnähte, die manuell mit wesentlich mehr Zeitaufwand zu schweißen wären, einfach und schnell an den Cobot abgeben“, so Andre Ostendorf, Teamleiter des Schweißbereichs bei Gewing.
Mithilfe des Drehkipptischs Cobot Turn 100 A schweißt der Lorch Cobot Rundnähte in einem durchgehenden Programmablauf problemlos und sehr effizient.
Selbstständiges Finden der Schweißnaht
Seit einem Jahr gehört bei Gewing auch SeamPilot zur Cobotausstattung – eine absolute Innovation im Bereich des Cobotschweißens, die Lorch 2023 gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA entwickelt hat. Basis des neuen Tools ist ein Linienlaser am Brennerhalter, der selbstständig die zu schweißende Naht erkennt, ihr bis zum Endpunkt folgt und dies auch bei schwierigen Verläufen oder Krümmungen zuverlässig leistet. Das Unternehmen setzt SeamPilot derzeit vor allem bei Kehlnähten ein. „Es gibt kein besseres System“, schwärmt Ostendorf. „Wir müssen hier nicht erst zeitaufwendig teachen, sondern nur mit dem Brenner an den Startpunkt fahren. Sämtliche weiteren Informationen holt sich der Cobot von allein und garantiert, dass die 'Kehle' beim Schweißen auch sicher gefunden wird. Das ist schon genial.“
Auch mit Multilayer, dem neuesten Feature für das kollaborative Schweißen von Lorch, wurden sehr gute Erfahrungen gemacht. Zunächst im Testverfahren erprobt, wird es in Zukunft auch fester Bestandteil der Anlage bei Gewing sein. Der Vorteil: Beim Mehrlagenschweißen muss nur eine Bahn geteacht werden und der Cobot berechnet selbstständig die ideale Brennerposition und den optimalen Winkel für jede Lage. Dank flexibler Tabellensteuerung können Lagenanzahl, Brennerposition und -winkel sowie Hitzekontrolle und Schweißgeschwindigkeit exakt an die Anforderungen angepasst werden. „Ab einer gewissen Materialstärke oder bei stark beanspruchten Bauteilen müssen wir mehrlagig schweißen, um die geforderte Festigkeit zu garantieren. Das leistet dank Multilayer der Cobot jetzt ganz von selbst, und zwar effizient und mit minimalem Aufwand“, so Ostendorf.
Anwender: H. Gewing
Als inhabergeführtes Familienunternehmen ist die H. Gewing GmbH Spezialist in der Metall- und Blechbearbeitung von Einzelkomponenten und Baugruppen für viele unterschiedliche Anforderungen und Industriebranchen. Individuelle Produktion und Bearbeitung von Blechen, Profilen, Kleinteilen aber auch Baugruppen für die Automotive, Fahrzeug- und Landmaschinenindustrie und dem Anlagen- und Maschinenbau gehören bei H. Gewing GmbH zum Leistungsspektrum.
H. Gewing GmbH
Am Bahndamm 30
D-48683 Ahaus - Wessum
https://www.gewing.de
Wertvolle Entscheidung
„Bei uns ist der Schweiß-Cobot täglich im Einsatz und wir haben uns entschieden, dieses Jahr noch einen weiteren anzuschaffen. Er ist nicht nur eine wertvolle Hilfe für unsere Handschweißer, sondern steigert auch unsere Fertigungskapazität deutlich. Ideal ist für uns auch die Möglichkeit, die Anlage immer wieder auf unseren Bedarf bzw. nach neuesten technischen Standards flexibel anpassen zu können. Damit sind wir auch künftig auf der sicheren Seite“, fasst Bernd Gewing abschließend zusammen.





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