anwenderreportage
WIFI OÖ und Scheuch Components: Starke Partner in Sachen Schweißqualität
Wenn jährlich rund 3.500 Tonnen Blech verarbeitet und anspruchsvollste Komponenten für den industriellen Anlagenbau gefertigt werden, darf beim Schweißen nichts dem Zufall überlassen werden. Bei Scheuch Components in Aurolzmünster bilden daher qualifizierte Mitarbeiter, moderne Prozesse und lückenlose Dokumentation die Basis für konstant hohe Fertigungsqualität. In der Schweißausbildung sowie bei Schweißer- und Verfahrensprüfungen setzt das Unternehmen seit vielen Jahren auf eine enge Zusammenarbeit mit dem Wifi Oberösterreich.
Bei den erforderlichen Verfahrensprüfungen für neue Schweißprozesse wie etwa dem Orbitalschweißen setzt Scheuch Components auf die Zusammenarbeit mit dem Wifi OÖ. (Bilder: x-technik)
„Das Wifi OÖ ist ein Partner, auf den man sich immer hundertprozentig verlassen kann. Die Zusammenarbeit ist absolut unbürokratisch und wir bekommen schnell Unterstützung, wenn wir etwas benötigen.“
Die Scheuch Group mit weltweiten Niederlassungen und Hauptsitz im oberösterreichischen Aurolzmünster gilt im Bereich der Luftreinhaltung als eines der international führenden Technologieunternehmen. Vor allem in den Industrien Holz, Energie, Metall und Steine-Erden nutzen zahlreiche Anlagenbetreiber seit Jahrzehnten Anlagen und Lösungen aus dem Hause Scheuch. Innerhalb der Unternehmensgruppe nimmt dabei die 2020 gegründete Scheuch Components GmbH eine besondere Rolle ein. Das Tochterunternehmen der Scheuch Management Holding GmbH bündelt umfangreiches Know-how im Geräte- und Komponentengeschäft für den industriellen Anlagenbau. Das Portfolio reicht von Radialventilatoren über Schallschutzlösungen und Fördertechnik-Produkten bis hin zu Lösungen für die Abgasreinigung.
„Wir verstehen uns als technologischer Lösungspartner für unterschiedlichste Branchen und Anforderungen. Es macht uns Freude, gemeinsam mit unseren Kunden die passende Lösung für deren individuelles Bedürfnis zu erarbeiten. Dabei ist es unser Ansporn, als Technologieführer immer einen Schritt voraus zu sein“, bringt es Ing. Leonhard Zeilinger, MSc., Geschäftsführer von Scheuch Components, auf den Punkt.
Seit Februar ergänzt eine neue Orbitalschweißanlage den Maschinenpark in Aurolzmünster.
„Eine sinnvoll geplante Verfahrensprüfung soll dem Anwender idealerweise den notwendigen Spielraum verschaffen, um innerhalb ihres Geltungsbereichs neben der aktuellen Anwendung auch zukünftige Aufgabenstellungen abzudecken.“
Hohe Fertigungstiefe als Qualitätsfaktor
Um dafür dem eigenen Anspruch an höchster Fertigungsqualität gerecht zu werden, wird die Produktion der Oberösterreicher kontinuierlich mit hochmodernem Equipment ausgestattet. Neben einem Innovationscenter mit dazugehöriger Forschungs- und Entwicklungsabteilung sowie einem hauseigenen Versuchsgelände mit zahlreichen Prüfständen verfügt man zudem über einen Maschinenpark am Stand der Technik. Die Dimensionen können sich sehen lassen: „Mit einer Eigenfertigungsquote von 90 Prozent verarbeiten wir am Standort Aurolzmünster auf 17.500 Quadratmetern Produktionsfläche jährlich rund 3.500 Tonnen Blech. Unter anderem verlassen etwa 1.580 Ventilatoren, 300 Förderschnecken und 1.200 Zellenradschleusen jedes Jahr unser Werk“, erläutert DI Reinhard Pauzenberger, Geschäftsführer von Scheuch Components.
Ein Schweißdrahtverbrauch von jährlich rund 27 Tonnen ist ein Beleg dafür, dass das Schweißen zu den zentralen Fertigungsprozessen des Unternehmens gehört. „Rund 30 bestens ausgebildete Schweißer verrichten in der Schweißerei in Aurolzmünster tagtäglich im Zwei-Schicht-Betrieb zuverlässig ihre Schweißaufgaben“, bringt sich Josef Pillichshammer, Schweißaufsicht bei Scheuch Components, mit ein.
„Das Wifi OÖ ist in der Schweißausbildung sowie bei Schweißer- und Verfahrensprüfungen ein sehr wichtiger Partner. Zudem ist der fachliche Austausch mit den hochkompetenten Wifi-Spezialisten bei schweißtechnischen Fragestellungen für uns immer überaus wertvoll. “
Schweißen als Kernkompetenz
Dass Scheuch Components das Schweißen zu seinen Kernkompetenzen zählt, zeigt auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der technischen Ausstattung. Neben dem manuellen Schweißen sind zwei Schweißroboter im Einsatz. Seit Februar ergänzt zudem eine neue Orbitalschweißanlage von Polysoude den Maschinenpark. Ausgestattet ist diese mit einer offenen Zange sowie einem von Polysoude eigens für Scheuch entwickelten Schweißkopf. „Derzeit wird die Anlage vor allem für Druckbehälter eingesetzt, ist technologisch aber bereits für weitere Aufgaben vorbereitet. Die Maschinen sind so ausgelegt, dass unterschiedliche Zangen angesteckt werden können. Dadurch ist es möglich, künftig beispielsweise auch Rohrleitungen zu schweißen“, berichtet Pillichshammer.
Die hohen schweißtechnischen Anforderungen in Aurolzmünster verlangen dabei neben einem umfassenden Know-how der Schweißer auch nach einer genormten Qualifizierung von Schweißverfahren sowie einer lückenlosen Dokumentation. Genau hier laufen die Fäden bei Josef Pillichshammer als Schweißaufsichtsperson und Michael Kohlndorfer als Qualitätsbeauftragter von Scheuch Components zusammen. Seit 26 Jahren ist Pillichshammer im Unternehmen tätig und kümmert sich darum, dass die schweißtechnischen Voraussetzungen passen: „Meine Tätigkeit ist, darauf zu achten, dass die Qualität stimmt, dass die entsprechenden Schweißzeugnisse vorhanden sind und dass wir die notwendigen Verfahrensprüfungen haben. Zudem arbeite ich eng mit der Konstruktion zusammen.“ Ergänzt wird dieser Aufgabenbereich durch Michael Kohlndorfer. Der ebenfalls ausgebildete Schweißtechniker (IWT) ist seit fünf Jahren bei Scheuch Components tätig und als Quality Engineer unter anderem dafür verantwortlich, sämtliche geforderten Qualitätsunterlagen und Dokumentationen aufzubereiten und Kunden zur Verfügung zu stellen.
Anwender: Scheuch Components
Die Scheuch Group mit weltweiten Niederlassungen und Hauptsitz im oberösterreichischen Aurolzmünster gilt im Bereich der Luftreinhaltung als eines der international führenden Technologieunternehmen. Die Scheuch Components GmbH besitzt dabei umfangreiches Know-how im Geräte- und Komponentengeschäft für den industriellen Anlagenbau und bietet Lösungen in den Bereichen Radialventilatoren, Fördertechnik, Schallschutz und Abgasreinigung.
Scheuch COMPONENTS GmbH
Weierfing 68
A-4971 Aurolzmünster
https://www.scheuch-components.com
Ein Partner für die laufende Qualifizierung
Gerade bei diesem hohen Qualitätsanspruch spielt die Qualifikation der Mitarbeiter eine entscheidende Rolle. Schweißerprüfungen müssen regelmäßig durchgeführt beziehungsweise erneuert werden, neue Prozesse bringen zusätzliche Anforderungen mit sich und auch automatisierte Anlagen verlangen entsprechende Bedienerqualifikationen. Seit vielen Jahren arbeitet Scheuch Components dafür eng mit dem Wifi Oberösterreich zusammen. „Das Wifi ist für uns im Bereich Schweißtechnik ein sehr zuverlässiger Partner. Die Zusammenarbeit ist absolut unbürokratisch und wir bekommen schnell Unterstützung, wenn wir etwas benötigen“, beschreibt Josef Pillichshammer die Kooperation.
Ein wesentlicher Baustein sind die regelmäßig notwendigen Schweißerprüfungen. „Über das Wifi können dabei sowohl Erstprüfungen als auch Rezertifizierungen sehr flexibel organisiert werden. Benötigt ein Mitarbeiter vor einer Prüfung noch zusätzliches Training, kann dieses ebenfalls gemeinsam mit den Schweißspezialisten des Wifi umgesetzt werden“, erläutert Ing. Florian Hahn, Fachbereichsleiter Schweißen im Wifi Oberösterreich. „Ein Großteil dieser Prüfungen und Schulungen für unsere Schweißer können überdies im Wifi Ried durchgeführt werden. Dort stehen genau jene Maschinentypen zur Verfügung, mit der auch unsere Mitarbeiter tagtäglich arbeiten. Somit blockieren wir bei uns keine produktionsrelevanten Anlagen und stören die laufende Produktion nicht“, zeigt sich Kohlndorfer zufrieden.
Verfahrensprüfungen mit Blick auf morgen
Intensiv wird die Zusammenarbeit auch, wenn es um den Einsatz neuer Schweißprozesse oder Werkstoffe geht. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert die neue Orbitalschweißtechnik, für die die erforderlichen Verfahrensprüfungen ausgelegt werden mussten. Dabei verfolgen Scheuch Components und Wifi stets einen bewusst pragmatischen Ansatz. „Die Wifi-Spezialisten kommen zunächst zu uns nach Aurolzmünster, um gemeinsam eine Bedarfsanalyse durchzuführen. Danach entwickeln sie eine für uns maßgeschneiderte Lösung, um mit einer Verfahrensprüfung einen möglichst großen Geltungsbereich abzudecken“, wissen Josef Pillichshammer und Michael Kohlndorfer die Herangehensweise besonders zu schätzen. „Eine sinnvoll geplante Verfahrensprüfung soll dem Anwender idealerweise den notwendigen Spielraum verschaffen, um innerhalb ihres Geltungsbereichs neben der aktuellen Anwendung auch zukünftige Aufgabenstellungen abzudecken“, ergänzt Hahn. Die nächste Verfahrensprüfung steht im Übrigen im Herbst beim Roboterschweißen an: „Auch hier werden wir wie immer gemeinsam mit dem Wifi eine optimale Lösung finden, mit der wir auch für die Zukunft gerüstet sind“, so Pillichshammer.
Partnerschaft mit Mehrwert
Mit dem zunehmenden Einsatz automatisierter Schweißtechnik verändern sich gleichzeitig die Anforderungen an das Personal. Deshalb werden mit dem Wifi für das Roboterschweißen sowie die neue Orbitalanlage auch Bedienerprüfungen gemäß ÖNORM EN ISO 14732 durchgeführt. „Im Gegensatz zur klassischen Schweißerprüfung geht es hier nicht um manuelle Handfertigkeit, sondern um die sichere Steuerung, Programmierung und Überwachung von Schweißanlagen. Diese machen wir natürlich hier vor Ort bei Scheuch Components, genauso wie die Verfahrensprüfungen“, erläutert Hahn.
Auch im Tagesgeschäft gibt es immer wieder Situationen, bei denen das Wifi rasch kompetente Unterstützung leistet: „Benötigt Scheuch kurzfristig metallografische Schliffbilder bzw. eine Härte- oder Zugprüfung, wickeln wir das in unserem hervorragend ausgestatteten Prüflabor in Linz ab. Gerade bei Kunden, mit denen eine langjährige Kooperation besteht, können wir bei solchen Anforderungen sehr schnell reagieren“, geht Florian Hahn ins Detail.
Die Kooperation beschränkt sich darüber hinaus keineswegs auf verpflichtende Prüfungen. Auch Weiterbildungsangebote des Wifi werden bei Scheuch Components genutzt. „Dazu zählen beispielsweise Meisterkurse und schweißtechnische Fachausbildungen“, bestätigt Michael Kohlndorfer, der wie Josef Pillichshammer die Ausbildung zum IWT im Wifi absolviert hat. Für die beiden spielt aber auch die menschliche Komponente eine entscheidende Rolle: „Die Chemie zwischen uns hat von Anfang an gepasst. Außerdem ist der fachliche Austausch mit den hochkompetenten Wifi-Spezialisten bei schweißtechnischen Fragestellungen für uns immer überaus wertvoll“. Abschließend sind sich Josef Pillichshammer und Michael Kohlndorfer einig: „Um höchste Qualität in unserer Schweißerei zu gewährleisten, verfügen wir über moderne, leistungsfähige Maschinen sowie Mitarbeiter, die ihr Handwerk verstehen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet als externer Partner aber auch das Wifi OÖ, auf das man sich immer hundertprozentig verlassen kann.“

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