anwenderreportage
Wie Forstenlechner mit dem Wifi OÖ seine Schweißkompetenz nachhaltig sicherstellt
Dank höchsten Qualitätsdenkens und jahrzehntelanger Erfahrung hat sich die Forstenlechner GmbH als einer der führenden Komplettanbieter im Trinkwasser-, Abwasser- und Industrieanlagenbau etabliert. Das oberösterreichische Familienunternehmen setzt dabei konsequent auf eine hohe eigene Fertigungstiefe, bestens qualifizierte Mitarbeiter und verlässliche Partner. Gerade in der Schweißtechnik spielt diese Kombination eine zentrale Rolle: Bei der gezielten Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, bei Schweißer- und Verfahrensprüfungen oder bei Arbeitsproben von Schweißversuchen vertraut Forstenlechner daher seit Jahren auf die Expertise des Wifi Oberösterreich.
Forstenlechner setzt in der Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter auf die schweißtechnische Kompetenz des Wifi OÖ. (Bilder: x-technik)
„Die schweißtechnische Kompetenz unserer Mitarbeiter ist für uns im Anlagenbau essenziell. Mit dem Wifi Oberösterreich haben wir einen Partner, der uns bei der Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte zuverlässig und praxisnah unterstützt.“
Als gesundes Familienunternehmen mit aktuell rund 160 Mitarbeitern bietet die Forstenlechner GmbH seit über 50 Jahren nicht nur Lösungen in der Gebäudetechnik, sondern baut am Standort im oberösterreichischen Perg auch maßgeschneiderte Anlagen für die Wasserwirtschaft, Kommunen und Industrie. „Wir entwickeln schlüsselfertige Komplettlösungen aus einer Hand – von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage“, erläutert Paul Forstenlechner, der seit 2021 gemeinsam mit seiner Schwester Elisabeth die Geschäfte des innovativen Technologieunternehmens führt.
Die Kernkompetenzen liegen dabei klar im Anlagenbau für die Trinkwasseraufbereitung und -versorgung sowie Abwasserentsorgung. „Wasserspeicher, Pumpwerke, Kläranlagen, Hochwasserschutz oder auch Komponenten für Prozesswasseranlagen zählen für uns zum täglichen Geschäft“, beschreibt der Geschäftsführer die Unternehmensausrichtung. Ein eindrucksvolles Beispiel aus dem Trinkwasserbereich sind zwei Wasserspeicher aus Edelstahl für die Stadtgemeinde Melk. „Mit jeweils 1.500 Kubikmetern Fassungsvermögen, 15 Metern Durchmesser und 9 Metern Höhe markierten sie im Jahr 2024 einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Rund 25 Tonnen Edelstahl pro Behälter wurden dafür verarbeitet“, erinnert sich Paul Forstenlechner.
Auch im Abwasserbereich realisierte Forstenlechner bereits zahlreiche, komplexe Großprojekte – etwa den Um- und Ausbau der Kläranlage AWV Welser Heide, die für die Klärung des Abwassers der Stadt Wels, Stadtgemeinde Marchtrenk und den Marktgemeinden Gunskirchen, Thalheim/Wels, Buchkirchen, Weißkirchen an der Traun, Sattledt, Steinhaus und Schleißheim zuständig ist. Mit einer Dimensionierung von 210.000 Einwohnerwerten und einer Verarbeitung von bis zu 30.000 m³ Abwasser zählt die Kläranlage Welser Heide zu den größten in Österreich. „Neben der allgemeinen Ausrüstung für eine optimale Behandlung von Schlamm und Wasser realisierten wir den Umbau und die Sanierung der drei Faultürme sowie der dazugehörigen Umwälzanlage, die in zwei unterschiedlichen Betriebsweisen betrieben werden kann. Zudem erneuerten wir die notwendige gastechnische Ausrüstung, die Gebäudeheizung sowie die Luftversorgung mittels Turbogebläsen für die Belüftung der Belebungsbecken“, zählt er als weiteres erfolgreiches Anlagenbeispiel auf.
Direkt auf der Baustelle in Arnreit (v.l.n.r.): Paul Forstenlechner, Stefan Gassner, Marcel Kastner (alle Fa. Forstenlechner) und Florian Hahn (Wifi).
„Bei Forstenlechner herrscht ein außergewöhnlich hohes Qualitätsbewusstsein. Als Partner in der Schweißtechnik unterstützen wir das Unternehmen durch gezielte Aus- und Weiterbildung sowie passgenaue Schweißer- und Verfahrensprüfungen.“
Edelstahlbehälterbau als stark wachsendes Standbein
Ein besonders dynamisch wachsender Bereich ist der Edelstahlbehälterbau. „Wir sind zwar seit Jahrzehnten in der Edelstahlverarbeitung tätig, aber der großdimensionierte Behälterbau ist noch einmal eine ganz andere Liga“, erklärt Paul Forstenlechner, der noch ergänzt: „Da derart großvolumige Behälter schlichtweg nicht mehr transportiert werden können, fertigen wir diese seit 2016 mit einer von uns eigens dafür entwickelten Maschine direkt auf der Baustelle.“
Als leidenschaftlicher Techniker mit abgeschlossenem Maschinenbaustudium sah er jedoch noch Optimierungspotenzial, sodass die Fertigungsweise der Maschine noch einmal überarbeitet wurde. „Seit letztem Jahr verfügen wir über einen neuen, in Österreich einzigartigen Prototypen, mit dem wir uns nicht mehr Blechzylinder für Blechzylinder nach oben arbeiten, sondern Blechcoils aus einer Abwickelstation über eine Biegeeinrichtung per Hebesystem spiralförmig nach oben geführt und verschweißt werden“, geht der Geschäftsführer ins Detail. Mittels zweier Schweißautomaten an der Maschine wird die Außenhaut per MAG-Verfahren geschweißt, innen wird WIG eingesetzt. Eines der ersten Projekte mit der neuen Maschine waren zwei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von 250 Kubikmeter für die Gemeinde Arnreit (OÖ). „Das Dach des Behälters entsteht mittlerweile mittels Handlaserschweißen, selbstverständlich unter strengsten Sicherheitsauflagen“, fährt Paul Forstenlechner fort. Generell können Behälter mit einem Speichervolumen von bis zu 5.000 m³ gefertigt werden. Verarbeitet wird dabei Duplex-Edelstahl bei Blechstärken von drei bis fünf Millimeter.
Forstenlechner bietet schlüsselfertige Komplettlösungen für die Wasserwirtschaft, Kommunen und Industrie – von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage. Im Bild: 2x1.500 m³ Behälter, D=15m, H=9m. (Bild: Forstenlechner)
Anwender: Forstenlechner
Die Forstenlechner GmbH bietet seit über 50 Jahren nicht nur Lösungen in der Gebäudetechnik, sondern entwickelt und baut auch maßgeschneiderte Systemlösungen für die Wasserwirtschaft, Kommunen und Industrie. Die Kernkompetenzen liegen dabei klar im Anlagenbau für die Trinkwasseraufbereitung und -versorgung sowie Abwasserentsorgung.
Forstenlechner GmbH
Kramelsbergstraße 11
A-4320 Perg
https://forstenlechner.at
Hohe Anforderungen an Schweißtechnik und Qualifikation
Die extrem hohen schweißtechnischen Anforderungen in den Segmenten, wo Forstenlechner tätig ist, aber auch der eigene hohe Qualitätsanspruch verlangen nach bestens ausgebildeten Fachkräften und sauber dokumentierten Prozessen. Genau hier greift die enge Zusammenarbeit mit dem Wifi OÖ. Denn sämtliche regelmäßig notwendigen Schweißerprüfungen der Mitarbeiter von Forstenlechner werden über das Wifi FIT (Firmen-Intern-Training) abgewickelt. „Egal ob Erstprüfung, Rezertifizierung oder gezielte Vorbereitung, bei der unsere Mitarbeiter auch noch mit Wifi-Spezialisten trainieren können – die Umsetzung erfolgt extrem flexibel und praxisnah“, ist der Geschäftsführer voll des Lobes.
Ein besonderes Highlight der Zusammenarbeit ist der jährliche Schweißkurs, den das Wifi während der Semesterferien direkt bei Forstenlechner in Perg durchführt. „Eine ganze Woche lang werden dabei Grundlagen im WIG- und Autogenschweißen geschult. Daran nehmen vor allem Lehrlinge, aber auch Mitarbeiter aus der Haustechnik oder neues Personal im Anlagenbau teil“, bringt sich Florian Hahn, Fachbereichsleiter Schweißen am Wifi OÖ, mit ein. „Was als kleines Schulungsprojekt begonnen hat, ist heute ein fixer Bestandteil unserer Personalentwicklung“, so Paul Forstenlechner. „Mittlerweile nehmen in Summe über 20 Mitarbeiter daran teil. Dabei geben uns die Wifi-Experten wertvolle Empfehlungen, wer besonderes Talent und Interesse am Schweißen hat. Diese Leute können wir dann gezielt fördern.“ Einen für ihn nicht selbstverständlichen Punkt spricht er noch an: „Auch außerhalb von gebuchten Kursen sind unsere Wifi-Ansprechpartner für unsere Mitarbeiter erreichbar, wenn technische Fragen auftauchen. Das nenne ich eine echte Partnerschaft.“
Großes Engagement für maximale Effizienz
Wenn es um Verfahrensprüfungen geht, vertrauen die Perger ebenfalls auf die Expertise des Wifi FIT in Linz. „Dafür kommen die Spezialisten vom Wifi zunächst in den Betrieb, um gemeinsam eine Bedarfsanalyse durchzuführen. Danach entwickeln sie eine für uns maßgeschneiderte Lösung, um mit einer Verfahrensprüfung einen möglichst großen Geltungsbereich auch für die Zukunft abzudecken“, freut sich der Geschäftsführer über die enge, absolut unkomplizierte Zusammenarbeit. Zuletzt haben die beiden Partner beispielsweise die Verfahrensprüfung für das Handlaserschweißen erfolgreich absolviert. „Für uns war Forstenlechner allgemein der erste Betrieb, den wir dieses Schweißverfahren nach EN ISO 15614-11 qualifizieren durften“, betont Hahn. „Das Handlaserschweißen hat bei einigen unserer Anwendungen große Vorteile, allerdings sind die Gefahren nicht zu unterschätzen. Daher haben wir eine dafür verschließbare Zelle installiert, in der natürlich alle vorgeschriebenen Sicherheitsanforderungen eingehalten werden. Es dürfen auch nur drei unserer Schweißer damit arbeiten“, versichert Paul Forstenlechner. Er nutzt darüber hinaus noch eine weiteres Wifi-Angebot: Bei den diversen Schweißversuchen, die im Hause Forstenlechner durchgeführt werden, lässt er Arbeitsproben wie Makroschliffe, Röntgen- oder Zugproben anfertigen.
Nachwuchs sichern, Qualität erhalten
Ob nachhaltige Gebäudetechnik, innovativer Edelstahlbehälterbau oder komplexer Anlagenbau – für den Erhalt innerbetrieblichen Know-hows spielt bei Forstenlechner die konsequente Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter auf allerhöchstem Niveau eine zentrale Rolle, beginnend beim Nachwuchs in der Lehrlingsausbildung. Beleg dafür ist der unlängst erhaltene ineo-Award der WKO für nachhaltige Lehrlingsausbildung. „Mit dem Wifi OÖ haben wir einen Partner, der uns dabei tatkräftig unterstützt. Denn nur mit hervorragend ausgebildeten Fachkräften können wir die Qualität weiter steigern und uns nachhaltig einen echten Wettbewerbsvorteil sichern“, blickt Paul Forstenlechner zuversichtlich in die Zukunft.




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