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Ucimu Barbara Colombo: Viertes Quartal 2020 immer noch rückläufig

Auch im letzten Quartal 2020 lagen die Werkzeugmaschinenaufträge im Minus. Insbesondere verzeichnete der vom Centro Studi & Cultura di Impresa dell’associazione erarbeitete Ucimu-Index für Werkzeugmaschinenaufträge im vierten Quartal 2020 eine Abnahme von 18,1 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der absolute Indexwert hat sich bei 86,4 (Basis 100 im Jahr 2015) eingependelt.

Zum Gesamtergebnis hat sowohl die negative Performance des Inlandsmarktes als auch die schwache Nachfrage auf dem Auslandsmarkt beigetragen.

Insbesondere haben die auf dem Inlandsmarkt gesammelten Aufträge einen Rückgang von 28 % im Vergleich zum vierten Quartal 2019 verzeichnet. Der absolute Indexwert hat sich bei 123,9 eingependelt, d. h. immer noch eindeutig hoch, trotz der Abschwächung. Auf dem Auslandsmarkt gingen die Aufträge um 14 % im Vergleich zum Zeitraum Oktober – Dezember 2019 zurück. Der absolute Indexwert hat sich bei 78,7 eingependelt.

Auf Jahresbasis ist der Gesamtindex im Vergleich zum Vorjahr um 18,6 % rückläufig. Das Gesamtergebnis wurde durch die starke Reduzierung des Auftragsvolumens sowohl auf dem Inlands- (-35,1%) als auch auf dem Auslandsmarkt (-13,6 %) bestimmt.

„Der im vierten Quartal 2020 verzeichnete Rückgang“, sagte Barbara Colombo, Präsidentin von Ucimu-Sistemi per produrre,„zeigt das reelle Ausmaß der schwierigen Lage, in der sich nicht nur die italienische verarbeitende Industrie aufgrund der Corona-Gesundheitskrise befindet. Das sich dem Ende neigende Jahr hat sich zweifellos als komplex erwiesen, wir sind jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage schon von den ersten Monaten des Jahres 2021 an bessern wird. Staatliche Förderungsmaßnahmen zur Erneuerung veralteter Anlagen und für den Piano Transizione 4.0, die Verfügbarkeit an Impfstoffen sowie die Durchführung zweier äußerst wichtiger Messeveranstaltungen in Italien, der LAMIERA und EMO MILANO 2021, beide zu Gast auf dem Gelände von fieramilano Rho, lassen auf einen guten Verlauf diesen neuen Jahres hoffen.“

Barbara Colombo ergänzt: „Auf dem Inlandsmarkt sind die vom Piano Transizione 4.0 – in das Bilanzgesetz 2021 eingefügt – vorgesehenen Maßnahmen ein guter Anreiz für die Neubelebung der Investitionen in neue digitale und nicht-digitale Technologien in Italien. Grundlegend in diesem Moment ist eine angemessene Kommunikation mit den Unternehmen um ihnen Kriterien, technische Aspekte und Möglichkeiten der in der Maßnahme enthaltenen Regelungen zu erläutern und sie bestmöglich zu nutzen, ohne den Schwerpunkt der Aus- und Fortbildung 4.0 zu vernachlässigen. In der Tat haben die Regierungsbehörden – neben dem Steuererstattungsanspruch für den Erwerb neuer Produktionssysteme und der Erhöhung der angewandten Steuersätze für Investitionen in Forschung und Entwicklung – ein Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung vorgesehen, jedoch unter Berücksichtigung bei der Berechnung der steuerlichen Belastung nicht nur die Kosten für die Stunden des in Ausbildung stehenden Personals, sondern auch die Kosten der Ausbilder mit einzubeziehen, denn es ist der kostspieligste Teil eines Unternehmens.“

„Ich bin der Meinung, dass diese von Ucimu wiederholt geforderte Möglichkeit die Unternehmen entschieden anspornen wird, Programme zur Aus- und Weiterbildung des Personals zu entwickeln, die ebenso unerlässlich sind wie die Anpassung an den Stand der Technologie, um unsere Unternehmen weiterhin wettbewerbsfähig zu halten. Andererseits wird die Verfügbarkeit an Impfstoffen zum Wiederaufschwung auch grenzüberschreitend beitragen und somit die Bewegungsfreiheit erleichtern, die unentbehrlich für das Business unserer seit jeher auf den ausländischen Märkten tätigen Unternehmen ist. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Impfkampagne rapide fortgesetzt wird und baldmöglichst die gesamte Bevölkerung mit einbezieht: Nur so können wir zur Normalität zurückzukehren“, fügte Barbara Colombo, Präsidentin von Ucimu, hinzu.

„Unsere Arbeit wurde im Jahr 2020 auf eine harte Probe gestellt, da weder Personen noch Waren bewegt werden konnten und Ausstellungen jeglicher Art fast vollständig ausfielen. Messeveranstaltungen sind nicht nur für unsere Marketing-Tätigkeit ein Schlüsselinstrument. In unserem Bereich sind direkte Treffen und Gegenüberstellung mit dem Kunden auf der Messe notwendig, sogar mit der Konkurrenz: Messen sind tatsächlich nicht nur Antrieb für Handelstätigkeiten, sondern auch wichtige Momente für die Entwicklung und Verbreitung von Innovation sowie für das Vordringen der Technologien des Bereiches. Wir waren praktisch gezwungen, für ein ganzes Jahr darauf zu verzichten und haben versucht, die Messen durch Web-Meetings, Konferenzschaltungen und Demonstrationsvideos zu ersetzen. Jetzt ist es jedoch notwendig, dass die Unternehmen an Messeveranstaltungen teilnehmen und Treffen in Anwesenheit der Partner organisieren können“, kommentiert Barbara Colombo.

„In Erwartung, dass die Regierungsbehörden Anfang März grünes Licht zur Wiedereröffnung der Messetätigkeit in Italien geben, arbeitet der Verband ununterbrochen an der Organisation von den beiden Veranstaltungen, die auf dem Messegelände fieramilano Rho stattfinden werden: LAMIERA, den Bearbeitungs- und Umformwerkzeugmaschinen gewidmet, vom 26. bis 29. Mai, und der EMO MILANO 2021, der Weltausstellung von Werkzeugmaschinen und Robotern, die nach sechs Jahren und dem Erfolg von 2015 vom 4. bis 9. Oktober nach Italien zurückkehrt“, sagt die Präsidentin Barbara Colombo und schließt ab mit: „Die LAMIERA und EMO MILANO 2021 stellen sich de facto als erstes internationales Messe-Event für den Bereich, bzw. den gesamten Sektor nach fast 18-monatigem Zwangsstop vor. Deshalb hegen die Fachleute sehr hohe Erwartungen und die Zusagen laufen auf Hochtouren, ein Zeichen des festen Willens des produktiven Sektors zur Normalität zurückzukehren.“

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