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Im Forschungsprojekt FSW‑AcoMon haben das Fraunhofer IDMT, das Fachgebiet Fertigungstechnik der Technische Universität Ilmenau und die RRS Schilling GmbH einen wichtigen Zwischenstand erreicht: Mit einem modularen Messsystem wurden sämtliche akustischen Signale des Rührreibschweißens von Aluminiumlegierungen erfasst und synchron mit den Maschinenparametern aufgezeichnet. Damit entsteht die Grundlage für eine KI-gestützte Echtzeitüberwachung, die Hinweise auf Prozessveränderungen und Verschleiß am Rührreibschweißwerkzeug bereits während des Schweißprozesses geben soll.
branchengeschehen
Vielfältige Werkstoffkombinationen, hochwertige Schweißnähte, leicht reproduzierbare Qualitätsstandards und sehr kurze Taktzeiten – das sind nur einige der Vorteile des Reibschweißens. Und nun sind Reibschweißexperten gefragt: Die Klaus Raiser GmbH und Co. KG ist wieder auf der Suche nach innovativen Ansätzen, die das Reibschweißverfahren vorantreiben und weltweite Forschungsprojekte unterstützen. Die Ausschreibung für den „Raiser Innovationspreis für Reibschweißen“ läuft noch bis zum 30. November 2024.
Hochwertige Schweißgefüge in Sekundenschnelle fertigen: Ob Lkw-Achse oder Getriebewelle – komplexe Bauteile aus verschiedenen Werkstoffen miteinander zu verbinden, ist aufwendig und bietet oftmals nicht die gewünschte Qualität. Die Klaus Raiser GmbH & Co. KG hat sich unter anderem auf das Reibschweißen und den Bau von Reibschweißmaschinen spezialisiert. Diese Verbindungstechnik ermöglicht es, zahlreiche Werkstoffe mit geringem Energieaufwand und prozesssicher zusammenzufügen. Dabei ist die hohe Qualität des Schweißgefüges unter anderem auf die stabile Vollverschweißung zurückzuführen.
Als grüne Verbindungstechnologie für Nichteisenmetalle wie Aluminium bekannt, hat sich das Rührreibschweißen – auch Friction Stir Welding (FSW) genannt – in einigen Branchen etabliert. Fertigungsbetriebe mit Heller-Maschinen brauchen dafür künftig keine zusätzliche Hardware mehr. Sie können diesen Arbeitsschritt mit all ihren innovativen 4- oder 5-Achs-Bearbeitungszentren in einer Aufspannung erledigen.
anwenderreportage
Die Zukunft der Mobilität mitgestalten – für TPV Automotive mit Hauptsitz in Slowenien heißt das, Bauteile für die E-Mobilität, dem Fahren mit grünem Strom, herzustellen. Als Entwicklungs-, Innovations- und Produktionspartner für die Automobilindustrie unterstützt TPV Automotive Autohersteller bei der Elektrifizierung ihres Fahrzeugportfolios. Bei Aluminiumkomponenten für E-Autos, wie beispielsweise Batteriewannen, stellt das Team von TPV Automotive seine Technologie- und Prozesskompetenzen heraus – auch durch den Einsatz der Rührreibschweißtechnologie.
Handtmann, strategischer Systempartner für die Automobilindustrie im Aluminium- und Magnesiumguss, startet ab 2022 die hauseigene Serienproduktion von Invertergehäusen für Elektrofahrzeuge. Hierfür liefert Automatisierungsspezialist Grenzebach die entsprechende Anlagentechnik für das Rührreibschweißen (FSW) inklusive Vorserien-Begleitung des Bauteils sowie Lieferung und Integration der passenden Schweißanlage. Die Inbetriebnahme der FSW-Portalmaschine am Handtmann-Standort Biberach an der Riß ist für Sommer 2022 geplant.
Mit dem dritten „raiser-Innovationspreis für Reibschweißen“ wurde die Entwicklung des Reibquetschschweißens von DI (FH) Florian Besler und Prof. Dr.-Ing. Paul Schindele von der Hochschule Kempten ausgezeichnet.
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Um Forschungs- und Entwicklungsarbeit auf diesem Gebiet des Reibschweißens zu unterstützen und voranzutreiben, stiftete die Klaus Raiser GmbH aus Eberdingen zu ihrem 40-jährigen Bestehen den „raiser-Innovationspreis für Reibschweißen“. Am 12. März wurde die Trophäe zum zweiten Mal verliehen: Gewinner war ein Team aus Österreich.