anwenderreportage

Aufstellen und losschweißen

Enorme Produktivitätssteigerung durch Schweißtraktor Lorch Trac Wheel Pro: Sie müssen extreme Kräfte aushalten: die Steinbrecher der Gipo AG. Kritische Schweißnähte schweißt das Unternehmen inzwischen mit Schweißtraktoren von Lorch. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern spart deutlich an Kosten.

Gerät aufstellen, Werte einstellen und losschweißen: Im Vergleich zum Handschweißen ist der Traktor zwei- bis dreimal schneller.

Gerät aufstellen, Werte einstellen und losschweißen: Im Vergleich zum Handschweißen ist der Traktor zwei- bis dreimal schneller.

Shortcut

Aufgabenstellung:
Schweißen besonders langer und kritischer Nähte

Lösung:
Schweißtraktor Lorch Trac Wheel Pro

Vorteil:
• Durchgehende Naht in Topqualität
• Zwei- bis dreimal höhere Schweißgeschwindigkeit als beim manuellen Schweißen
• Einfache Reproduzierbarkeit von Schweißnähten
• Keine Nacharbeiten
• Ersparnis bei Materialkosten


„Swiss Power“: Selten trifft eine Beschreibung so ins Schwarze wie bei den riesigen Maschinen der Gipo AG aus Seedorf am Vierwaldstädter See in der Schweiz. Bis zu 1.100 t Mineralien von hochwertigen Kalkgesteinen oder Beton zerbrechen und sieben sie in der Stunde. Ausgelegt für härteste Einsätze erreichen die Steinbrecher eine Länge von bis zu 40 m und wiegen bis zu 140 t. „Alle Maschinen sind bei uns Einzelanfertigungen und werden von Grund auf neu entwickelt und konstruiert“, erklärt Marco Planzer, Abteilungsleiter der Schlosserei, die Besonderheiten in der Fertigung. 160 Mitarbeiter hat das Unternehmen insgesamt. 25 davon arbeiten in der Schlosserei unter Marco Planzer im Zweischichtbetrieb. So verlassen im Jahr bis zu 45 neue Brecher die Werkshallen der Gipo AG.

Das Chassis der gigantischen Maschinen wird dabei fast ausschließlich aus Stahlblechen S 355 gefertigt. Die tragenden Elemente erreichen Blechstärken bis zu 30 mm. Auf die Schweißnähte wirken beim Zerkleinern der Mineralstoffe extreme Kräfte. „Jede einzelne Schweißnaht muss daher qualitativ absolut hochwertig ausgeführt sein“, betont Planzer. Das gilt auch für die zahlreichen extrem langen Schweißnähte, die in vielen Bereichen des Chassis auftreten. Um die hohe Qualität zu gewährleisten werden alle Nähte möglichst in horizontaler Lage und einlagig ausgeführt.

Kurze Rüstzeit: Der gut tragbare Lorch Schweißtraktor Trac Wheel Pro lässt sich bequem handhaben und schnell an den Einsatzort bringen.

Kurze Rüstzeit: Der gut tragbare Lorch Schweißtraktor Trac Wheel Pro lässt sich bequem handhaben und schnell an den Einsatzort bringen.

Tobias Müller
Schweißer bei der Gipo AG.

„Traktor aufsetzen, Brenner justieren, Werte einstellen und losschweißen. Ich kann mich bei langen Schweißnähten auf das kurze Vorjustieren konzentrieren, die kräftezehrende Hauptarbeit erledigt dann der Traktor.“

Für lange und kritische Nähte

Seit Frühjahr 2016 setzen die Schweizer für besonders lange und kritische Nähte einen Schweißtraktor von Lorch ein. Der Lorch Trac Wheel Pro ist ein gut tragbarer und einfach zu programmierender Schweißtraktor, der für besonders anspruchsvolle Längs- und Kurvennähte sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Lage konzipiert wurde und auch Schweißnähte mit großem Nahtvolumen beherrscht. Mit seinen vier Rädern und der Magnetfixierung kann er schnell und problemlos an jedes Werkstück angesetzt werden.

Ein Hochleistungsmotor, der alle vier Räder antreibt, sorgt für einen präzisen Vorschub und damit für eine stabile Schweißgeschwindigkeit in allen Schweißpositionen. Dank des Schnellverschlusses und einer flexiblen 3D-Feinjustierung lässt sich der Brenner schnell und optimal einstellen. Durch die Lorch Plug&Weld-Lösung ist außerdem eine einfache und bequeme Verbindung zur Lorch Stromquelle gewährleistet. Als Schweißquelle setzt Gipo dabei die S-Serie von Lorch ein und arbeitet mit den innovativen Schweißprozessen SpeedPulse und SpeedArc.

Dank eines Magneten ist der Traktor einfach an jedem Stahlblech zu fixieren. Ein Hochleistungsmotor treibt alle vier Räder an und sorgt dadurch für eine präzise Schweißgeschwindigkeit.

Dank eines Magneten ist der Traktor einfach an jedem Stahlblech zu fixieren. Ein Hochleistungsmotor treibt alle vier Räder an und sorgt dadurch für eine präzise Schweißgeschwindigkeit.

Von Anfang bis Ende eine top Schweißnaht: Durch die optimale Schweißeinstellung entstehen keine Spritzer – die aufwendige Nacharbeit entfällt.

Von Anfang bis Ende eine top Schweißnaht: Durch die optimale Schweißeinstellung entstehen keine Spritzer – die aufwendige Nacharbeit entfällt.

Infos zum Anwender

Die Gipo AG, das Schweizer Unternehmen mit Sitz in Seedorf im Kanton Uri, ist mit über 160 Mitarbeitern einer der führenden Hersteller von raupenmobilen Steinbrechanlagen. Durch die Entwicklung innovativer Kombianlagen (Brech- und Siebanlage) revolutionierte das Unternehmen die Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen. Durch ihr vollhydraulisches Antriebskonzept mit hochwertigen Komponenten und minimaler Elektrik sind die Maschinen in einem Temperaturbereich von –55° C (z. B. in Sibirien) bis +55° C (z. B. in Dubai) einsetzbar.
www.gipo.ch

Durchgehende Naht in Top-Qualität

„Der Traktor hat sich bestens bewährt“, zieht Marco Planzer Fazit. Und was ihm besonders wichtig ist: „Die Maschine ist im Vergleich zum Handschweißen doppelt bis dreimal so schnell – und das bei einer durchgängig exzellenten Schweißnaht“. Bei der besonders schwierigen Naht am Kasten für den mobilen Kettenantrieb musste ein Schweißer bisher mindestens drei- bis viermal ansetzen, um die über 4,5 m lange Naht auszuführen. Das Anflexen der Naht und die Bearbeitung der Übergänge verschlangen zudem wertvolle Arbeitszeit. „Mit dem Traktor haben wir hier jetzt eine durchgehende Naht, die von Anfang bis Ende in Top-Qualität ausgeführt ist. Dadurch entfallen die ansonsten sehr zeitaufwendigen Nacharbeiten“, resümiert Planzer.

Weiterer Vorteil: Mit den eingestellten und gespeicherten Daten lässt sich die Schweißnaht an weiteren Chassis immer wieder reproduzieren. „Das spart nicht nur enorm Zeit, sondern erhöht zudem extrem die Sicherheit, da es nicht so sehr auf die Tagesform des Schweißers ankommt“, so Planzer.

Sehr angetan von den neuen Möglichkeiten des automatisierten Vorgehens ist auch der zuständige Schweißer Tobias Müller: „Der Einsatz des Traktors in der Produktion ist absolut unkompliziert. Die Maschine lässt sich einfach bedienen und nach einer kurzen Einarbeitungszeit kann man auch schon loslegen, da sich der Schweißprozess vom manuellen Schweißen kaum unterscheidet.“ Durch die Magnettechnik und den einfachen Aufbau des Traktors fallen die Rüstzeiten sehr kurz aus. „Traktor aufsetzen, Brenner justieren, Werte einstellen und losschweißen“, beschreibt Müller das leichte Handling. Für ihn habe sich das Schweißen von langen Nähten deutlich entspannt und er schätze inzwischen auch die Abwechslung: „Nach vielen kurzen Nähten, die wir weiterhin von Hand schweißen, kommt der Einsatz des Traktors ganz gelegen. Ich kann mich auf das kurze Vorjustieren konzentrieren und die kräftezehrende Hauptarbeit erledigt dann der Traktor.“

Auch der Detailblick zeigt: die Schweißnaht ist absolut gleichmäßig – wie aus dem Lehrbuch.

Auch der Detailblick zeigt: die Schweißnaht ist absolut gleichmäßig – wie aus dem Lehrbuch.

Stolz auf ihren automatischen Helfer: die Schweißer Tobias Müller (links) und Sandro Zwyer von der Gipo AG.

Stolz auf ihren automatischen Helfer: die Schweißer Tobias Müller (links) und Sandro Zwyer von der Gipo AG.

Zum Teil bis zu 40 m lang und bis zu 140 t schwer: die mobilen, vollhydraulischen Steinbrechanlagen der Gipo AG. Sie brechen und sieben bis zu 1.100 t mineralische Rohstoffe pro Stunde.

Zum Teil bis zu 40 m lang und bis zu 140 t schwer: die mobilen, vollhydraulischen Steinbrechanlagen der Gipo AG. Sie brechen und sieben bis zu 1.100 t mineralische Rohstoffe pro Stunde.

Trac Wheel und Trac Rail

Paul Arnold, zuständig für den Lorch Service vor Ort und Geschäftsführer der Arnold Schweißtechnik GmbH, sieht nach den guten Erfahrungen bereits weitere Einsatzmöglichkeiten für die neue Technik: „Auch für den Fahrzeug-, Behälter- oder Brückenbau sind die Traktoren bestens geeignet. Zumal ja noch Varianten wie der Trac Rail zur Verfügung stehen, bei dem der Traktor auf Schienen läuft und somit die Bahnführung unabhängig von der Werkstückgeometrie gestaltet werden kann bzw. der Trac Rail Pro mit zusätzlich integrierter Pendeleinheit Schweißnähte mit größerem Nahtvolumen ermöglicht.“

Für Marco Planzer, den Leiter der Schlosserei steht fest: „Durch den Einsatz von automatisierter Schweißtechnik gewinnt man Zeit, erhöht die Qualität der Schweißergebnisse und spart sogar noch Materialkosten.“ Gerade dem industriellen Mittelstand würden Lösungen wie der Trac Wheel einen einfachen Einstieg in die Automatisierung ermöglichen, da hier Roboterlösungen vielfach überdimensioniert und auch zu teuer sind. Mit den Traktoren ließen sich generell längere Schweißnähte sehr kostengünstig und effizient schweißen. Und neben der hohen Schweißgeschwindigkeit reduziere sich der Verbrauch der Zusatzwerkstoffe, da Nahtüberdimensionierungen vermieden werden. Und ein weiterer Aspekt stimmt ihn sehr positiv: „Unsere Schweißer haben den Traktor sofort als Unterstützung gesehen und in ihren Arbeitsablauf integriert. Ein besseres Feedback kann es doch kaum geben.“

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