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Linz als neue Chance

SCHWEISSEN 2015: Die Industriefachmesse „SCHWEISSEN“ wird ab 2015 von Veranstalter Reed Exhibitions ausgerichtet und alle vier Jahre im Design Center Linz stattfinden. Der Termin für die Premiere steht fest: 29. September bis 1. Oktober 2015. Wir sprachen mit DI Matthias Limbeck, Geschäftsführer Reed Exhibitions Messe Wien, unter anderem über die Neuausrichtung und Schwerpunkte der Messe. Das Interview führte Ing. Norbert Novotny / x-technik

DI Matthias Limbeck
Geschäftsführer Reed Exhibitions Messe Wien

„Ich wünsche mir einen erkennbaren Weg in die Zukunft der neuen Fachmesse SCHWEISSEN, und die Vorzeichen dazu sind vielversprechend. Wichtig wird sein, dass die Branche den Mehrwert einer Teilnahme an der Messe erkennt, zufrieden nach Hause fährt und die zweite Ausgabe der Fachmesse bereits als Fixpunkt im Branchenkalender gehandelt werden wird. “

Warum hat man die Messe von den Messen Intertool und Smart getrennt? Warum wurde der Standort Linz gewählt?

Die Branche braucht eine eigenständige Fachmesseplattform in Österreich. Das haben intensive Gespräche mit den Key-Playern und Befragungen des Fachpublikums nachdrücklich gezeigt. Gleichfalls wurde deutlich, dass Linz als idealer Veranstaltungsort befürwortet wird. Und Linz ist vor allem aufgrund seiner Lage inmitten der bedeutendsten Industrieregion Österreichs perfekt für die „SCHWEISSEN“ geeignet. Oberösterreich verfügt in allen für die „SCHWEISSEN“ relevanten Besucherzielgruppen über die größte Anzahl an Unternehmen. Ein ebenso ausschlaggebendes Argument für Linz ist dessen geographisch, zentrale Lage und gute Erreichbarkeit. Dies gilt auch für Fachbesucher aus den Nachbarländern, insbesondere aus dem benachbarten Bayern oder aus Tschechien. Mit Kooperationen wie z.B. der ÖBB werden günstige Kombiangebote geschnürt, bei denen Anreise und Messeeintritt zu einem hervorragenden Preis kombiniert werden.

Linz als Veranstaltungsort wäre vor allem aufgrund seiner Lage inmitten der bedeutendsten Industrieregion Österreichs perfekt für die „SCHWEISSEN“ geeignet (Bild: Design Center Linz)

Linz als Veranstaltungsort wäre vor allem aufgrund seiner Lage inmitten der bedeutendsten Industrieregion Österreichs perfekt für die „SCHWEISSEN“ geeignet (Bild: Design Center Linz)

In einer Expertenrunde wurde eine Neuausrichtung der Messe erarbeitet. Können Sie uns das neue Konzept vorstellen? Was sind die Schwerpunkte? Was ist der Grund für den 4-Jahres-Rhythmus?

Verstärkt rückt bei der „SCHWEISSEN“-Neu der Bereich der Oberflächentechnik (Beschichten) in den Fokus, was ein ausdrücklicher Wunsch des Fachbeirats war, dem Reed Exhibitions nun nachkommt. Dieser technische Fokus spiegelt sich auch im neuen Untertitel der „SCHWEISSEN“, die ab jetzt zur „Fachmesse für Fügen, Trennen, Beschichten, Prüfen und Schützen“ wird. Auch der Termin und die neue Vierjahresfolge wurden in enger Absprache mit den Key-Playern und mit Bedacht auf die Branchenerfordernisse gewählt. Die internationale Leitmesse der Branche, die „SCHWEISSEN & SCHNEIDEN“, findet im Vier-Jahres-Turnus in Essen statt – die nächste 2017. Es war nun der klare Wunsch der Aussteller, die „SCHWEISSEN“ in Linz terminlich im Zwei-Jahres-Abstand dazwischen zu platzieren, dies kommt dem Innovationszyklus der Schweißbranche entgegen.

Sind zum Zeitraum der Messe auch Begleitveranstaltungen wie beispielsweise ein Fachforum geplant? Mit welchen zusätzlichen Maßnahmen schaffen Sie einen Mehrwert für Besucher?

Wir planen begleitend zur „SCHWEISSEN“ ein umfangreiches Fachprogramm. Erste Details dazu werden wir demnächst veröffentlichen können. Zudem weiten wir unser Top-Executive Programm, mit dem Top-Einkäufer und Entscheidungsträger in Österreich und aus den Nachbarländern gezielt angesprochen werden, auf die „SCHWEISSEN“ aus. Dieses Programm wird bereits erfolgreich bei vielen unser Fachmessen eingesetzt. Das Programm erlaubt uns der Branche mit unseren Kontakten und Möglichkeiten einen erheblichen Mehrwert zu generieren.

Auch Online-Tools werden wir bei der „SCHWEISSEN“-Neu Ausstellern und Fachbesuchern zur wirkungsvollen Unternehmenspräsentation und effizienten Organisation und Durchführung des Messebesuchs zur Verfügung stellen. Diese können über die Homepage www.schweissen.at aufgerufen werden.

Bei den letzten Veranstaltungen haben wichtige Anbieter aus der Branche gefehlt. Machen sich die Trennung von den beiden anderen Messen und der Standortwechsel auch bei den Ausstellerbuchungen bemerkbar? Sind die Key-Player der Branche dabei? Wie ist der aktuelle Stand?

Die Neu-Konzeption der „SCHWEISSEN“ stößt auf Zustimmung aus der Branche. Insbesondere die Key-Accounts, darunter Unternehmen, die zuletzt den Veranstaltungen in Wien fern geblieben waren, sind wieder mit an Bord. Unter anderem haben bereits ABB AG, Aigner GmbH, Air Liquide, EWM Hightec Welding GmbH, Fanuc Robotics Deutschland GmbH, Fronius International GmbH, igm Robotersysteme AG, Suhner SU-matic Handelsges.mbH und die voestalpine Böhler Welding Austria GmbH fix angemeldet.

Für welche Besuchergruppen ist die Messe interessant? Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie bzw. wären Sie zufrieden?

Die sehr komplexe Zielgruppenausrichtung der „SCHWEISSEN“ sichert die hohe Qualität der Fachbesucher und damit maximalen Mehrwert für unsere Aussteller. Noch dazu ist in Oberösterreich, die auf die Ausrichtung der „SCHWEISSEN“ bezogen, größte Anzahl an Unternehmen beheimatet. Demnach gehören folgende Bereiche zur Zielgruppe: Metallbe- und –verarbeitendes Gewerbe; Metallbe- und -verarbeitende Industrie; Maschinen und Anlagenbau/Fahrzeugbau; Händler und Großhändler; Planungs- und Engineering Dienstleister; Forschungseinrichtungen und Institute und auch Ausbildungseinrichtungen.

Bei dieser Fachmesse zählt meines Erachtens eindeutig Qualität vor Quantität. Auf eine von uns erwartete Besucheranzahl möchte ich mich aber ohnehin vorab nicht festlegen. Die „SCHWEISSEN“ in Linz ist eine echte Premiere und schwer mit bereits bekannten Fachmessen in Österreich zu vergleichen. Demnach wäre eine derartige Prognose auch nicht wirklich professionell.

Was wünschen Sie sich für die Premierenveranstaltung und langfristig für die Messe SCHWEISSEN?

Ich wünsche mir einen erkennbaren Weg in die Zukunft dieser neuen Fachmesse und die Vorzeichen dazu sind vielversprechend. Wichtig wird sein, dass die Branche den Mehrwert einer Teilnahme an der „SCHWEISSEN“ erkennt, zufrieden nach Hause fährt und die zweite Ausgabe der Fachmesse bereits als Fixpunkt im Branchenkalender gehandelt werden wird.

Vielen Dank für das Gespräch.

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