interview

„Wir bringen unsere Kunden an die Spitze“

World Class Manufacturing – ein umfassendes Programm von Bystronic: Mit diesem Versprechen präsentiert sich der Schweizer Maschinenbauer Bystronic in diesem Jahr auf der EuroBLECH. Dahinter steht mit „World Class Manufacturing“ ein umfassendes Programm. Wohin das führt, erklärt uns Johan Elster, Leiter der Business Unit Markets bei Bystronic.

Den Trend zum Faserlaser wurde bei Bystronic früh erkannt - die Entwicklungsressourcen entsprechend umgestellt. Nun will Bystronic auch in der Technologie des Faserlasers neue Trends setzen. Hier darf noch nicht zu viel verraten werden, denn der Vorhang wird erst auf der EuroBLECH gelüftet.

Den Trend zum Faserlaser wurde bei Bystronic früh erkannt - die Entwicklungsressourcen entsprechend umgestellt. Nun will Bystronic auch in der Technologie des Faserlasers neue Trends setzen. Hier darf noch nicht zu viel verraten werden, denn der Vorhang wird erst auf der EuroBLECH gelüftet.

Johan Elster
Leiter der Business Unit Markets bei Bystronic

„Die Blechverarbeitung besteht aus vielen Einzeletappen. Wer all diese Etappen beherrscht und dabei das Optimierungspotential auf jeder Stufe voll ausschöpft, ist ein Weltklassehersteller.“

Herr Elster, in diesem Jahr empfängt Bystronic seine Gäste zur EuroBLECH mit dem Slogan „World Class Manufacturing“. Was steckt dahinter?

Mit „World Class Manufacturing“ bringen wir unsere Kunden an die Spitze des Wettbewerbs. Hinter diesem Slogan steht ein umfassendes Programm an Produkten und Servicediensten, mit denen wir die Fertigungsprozesse unserer Kunden optimieren. So tiefgreifend, dass wir sagen können: Mit uns als Partner werden Anwender in der Blechbearbeitung zum Weltklassehersteller.

Den Trend zum Faserlaser wurde bei Bystronic früh erkannt - die Entwicklungsressourcen entsprechend umgestellt. Auch in Zukunft wird Bystronic in der Technologie des Faserlasers neue Trends setzen.  Hier darf noch nicht zu viel verraten werden, denn der Vorhang wird erst auf der EuroBLECH gelüftet.

Den Trend zum Faserlaser wurde bei Bystronic früh erkannt - die Entwicklungsressourcen entsprechend umgestellt. Auch in Zukunft wird Bystronic in der Technologie des Faserlasers neue Trends setzen. Hier darf noch nicht zu viel verraten werden, denn der Vorhang wird erst auf der EuroBLECH gelüftet.

Johan Elster

„Mit jedem Auftrag, der angenommen wird, muss Geld verdient werden. Da sind die Fertigungskosten natürlich entscheidend.“

Was ist aus Ihrer Sicht ein Weltklassehersteller?

Um im Wettbewerb ganz vorne dabei zu sein, benötigen Anwender mehr als eine schnelle Laserschneidanlage oder Biegemaschine. Die Blechverarbeitung besteht aus vielen Einzeletappen. Das beginnt mit der Aufstellung einer Offerte, geht über die Programmierung der Schneid- und Biegeabläufe und endet mit der Auslieferung des fertigen Produkts. Wer all diese Etappen beherrscht und dabei das Optimierungspotential auf jeder Stufe voll ausschöpft, ist ein Weltklassehersteller.

Bilder: Stephan Dürer

Bilder: Stephan Dürer

Johan Elster

„Dienstleistungsprodukte gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn Erfolg im Wettbewerb entscheidet sich nicht mehr nur über den Einsatz moderner Maschinen.“

Einige Ihrer Kunden kennen „World Class Manufacturing“ bereits aus dem letzten Jahr. Führt Bystronic dieses Thema langfristig fort?

„World Class Manufacturing“ wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Denn wenn wir die Prozesse rund um das Schneiden und Biegen betrachten, sehen wir noch viele Möglichkeiten für Verbesserungen. Zudem verändern sich die Ansprüche unserer Kunden ja auch fortwährend. Hier öffnen sich immer wieder Lücken, die wir mit innovativen Lösungen schliessen werden.

Wie würden Sie “World Class Manufacturing” in wenigen Worten auf den Punkt bringen?

Mit unserem Programm reduzieren Anwender ihre Fertigungskosten, vereinfachen ihre Prozesse und steigern ihre Effizienz. Darüber hinaus stellen wir Funktionen bereit, mit denen Anwender über ihre Abläufe und Fertigungsdaten informiert sind, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Und wir sind ein Partner, der Vertrauen schafft.

Bleiben wir noch beim Stichwort „Vertrauen“. Wie schafft Bystronic bei seinen Kunden Vertrauen?

Wir sind weltweit sehr nah bei unseren Kunden und können dort unser Knowhow entfalten. Das schafft Vertrauen. Und dieses Vertrauen geben unsere Kunden wiederum an Ihre Kunden weiter. So entsteht ein Mehrwert.

PartID kennzeichnet Laserteile mit einem Identifikationscode, darüber kann an der Abkantpresse automatisch das richtige Biegeprogramm für das ankommende Teil geladen werden. So lassen sich Verwechslungen nahezu ausschliessen. Das verhindert Fehlteile und spart Geld -für Anwender ist das ein spürbares Plus.

PartID kennzeichnet Laserteile mit einem Identifikationscode, darüber kann an der Abkantpresse automatisch das richtige Biegeprogramm für das ankommende Teil geladen werden. So lassen sich Verwechslungen nahezu ausschliessen. Das verhindert Fehlteile und spart Geld -für Anwender ist das ein spürbares Plus.

Wie funktioniert das in der Praxis?

In unseren Verkaufsgesellschaften haben wir zum Beispiel Experten darauf spezialisiert, das Know-how in den lokalen Märkten rund um das Thema Software zu verbreitern. Zudem haben wir eine E-Learning-Plattform aufgebaut, um unsere Leute schnellstmöglich auf Neuheiten zu schulen, die dann umgehend an unsere Kunden weitergegeben werden können. Damit erhöhen wir unsere lokale Kompetenz.

Vor welchen Herausforderungen stehen Anwender aktuell in der Blechbearbeitung?

Wir bemerken bei unseren Kunden, dass die Wertschöpfung eine zunehmend grosse Rolle spielt. Bisher hat man immer von Zeitdruck gesprochen. Alles muss schneller gehen, schneller biegen, schneller schneiden. Das hat etwas nachgelassen. Der Druck verlagert sich auf die Fertigungskosten. Es geht nun darum, Teile möglichst gewinnbringend zu produzieren.

Wo sehen Sie die Ursachen für diese Trendwende?

Die Auftragseingänge und Losgrössen der Blechfertiger schwanken. Mit jedem Auftrag, der angenommen wird, muss Geld verdient werden. Da sind die Fertigungskosten natürlich entscheidend.

Neben den Maschinen erweitert Bystronic sein Portfolio neuerdings um Dienstleistungsprodukte. Inwiefern können Anwender damit langfristig erfolgreich sein?

Unser Fokus erweitert sich von den Maschinen auf die Dienstleistungen rund um das Schneiden und Biegen. Dienstleistungsprodukte gewinnen zunehmend an Bedeutung, denn Erfolg im Wettbewerb entscheidet sich nicht mehr nur über den Einsatz moderner Maschinen.

Können Sie die Bedeutung von Dienstleistungsprodukten an einem konkreten Beispiel veranschaulichen?

Intelligent eingesetzte Dienstleistungen machen Prozesse schneller, fehlerfrei und damit kostengünstig. Mit PartID haben wir zuletzt ein Produkt entwickelt, mit dem Anwender nahtlose Übergänge vom Laserschneiden zum Abkanten erzeugen.

Ist der Mehrwert von PartID dabei für den Anwender messbar?

PartID kennzeichnet Laserteile mit einem Identifikationscode, darüber kann an der Abkantpresse automatisch das richtige Biegeprogramm für das ankommende Teil geladen werden. So lassen sich Verwechslungen nahezu ausschliessen. Das verhindert Fehlteile und spart Geld. Für Anwender ist das ein spürbares Plus.

Welche Trends sehen Sie gegenwärtig in der Blechverarbeitung?

Wenn wir das Schneiden betrachten, ist der Faserlaser hier sicher ein deutlicher Trend. An den Faserlaser schliesst sich der Trend zur Automation an. Das schnelle Umrüsten von Fertigungsanlagen ist ein weiterer Trend, denn angesichts schwankender Losgrössen ist Flexibilität beim Schneiden und Biegen wichtig. Über Wertschöpfung haben wir bereits gesprochen. Dieses Thema betrachte ich auch als Trend.

Gehören auch Dienstleistungsprodukte zu den aktuellen Trends?

Das würde ich zumindest im Moment noch nicht als Trend bezeichnen. Die üblichen Serviceleistungen, die Maschinenhersteller anbieten wie zum Beispiel Wartungen, Schulungen und Ersatzteile, sind ja an sich nicht neu. Im Dienstleistungsbereich entstehen erst noch neue Produkte. Hier liegt aus meiner Sicht viel Potential für einen kommenden Trend, denn wenn wir den gesamten Prozess rund um das Schneiden und Biegen betrachten, dann bieten Dienstleistungen grosse Optimierungsmöglichkeiten.

Lassen Sie uns noch über den Faserlaser sprechen. Hier gab es in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung. Wie bewerten Sie die aktuelle Situation?

Der Faserlaser wird in absehbarer Zeit sicher weiter in den Anwendungsbereich des CO2-Lasers vorstoßen. Im Moment halten sich beide Technologien in der Anwendung noch die Waage. Die Vorteile des Faserlasers nehmen aber stetig zu. Hier ist vor allem der Trend zur Wertschöpfung maßgeblich. Also die Frage, wieviel ein Teil in der Fertigung kostet. Der Faserlaser hat dabei gegenüber dem CO2-Laser deutliche Vorteile, da er in dünnen und mittleren Blechstärken höhere Schneidgeschwindigkeiten ermöglicht und im Unterhalt und Energieverbrauch günstiger ist.

Was bedeutet das für Bystronic? Verschieben sich hier Schwerpunkte Ihrer Entwicklung?

Den Trend zum Faserlaser haben wir früh erkannt und unsere Entwicklungsressourcen entsprechend umgestellt. Nun entfalten wir genügend Entwicklungskraft, um auch in der Technologie des Faserlasers neue Trends setzen zu können. Hier darf ich Ihnen heute aber noch nicht zu viel verraten, denn unseren Vorhang lüften wir erst auf der EuroBLECH Ende Oktober. (lacht)

Welche Anwendungsbereiche sehen Sie in Zukunft noch für den CO2-Laser?

Momentan hat der CO2-Laser noch einen sehr großen Anwendungsbereich. Wie sich dieser Bereich in den nächsten Jahren verändert, bleibt abzuwarten. In dicken Blechen überwiegen die Vorteile des CO2-Lasers nach wie vor. Kunden, die das ganze Spektrum an Blechdicken bearbeiten, sind mit dem breiten Angebot unserer CO2-Laser nach wie vor sehr gut bedient.

Womit dürfen Besucher der EuroBLECH in diesem Jahr bei Bystronic rechnen? Welche Schwerpunkte setzt Bystronic?

Unsere Besucher dürfen gespannt sein. Ein Schwerpunkt unserer Neuheiten werden Dienstleistungen sein. Hier machen wir einen der größten Schritte, die ich in meiner 18-jährigen Karriere bei Bystronic je erlebt habe.

Vielen Dank für das Gespräch.

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