anwenderreportage

Plane Blechzuschnitte als Fundament

Die Lehmer Maschinentechnik GmbH ist ein zuverlässiger Partner für den modernen Maschinen- und Anlagenbau. Bei der Tischplattenfertigung für Anlagen in der Lebensmittelindustrie vertraut der Lohnfertiger seit Herbst 2015 auf die hohe Qualität der Blechzuschnitte von Wagner Stahl-Technik. Zudem wird bei der Fertigung von Rammpfählen für die Deutsche Bahn ebenfalls Material des Paschinger Stahlexperten verarbeitet. Autor: Ing. Norbert Novotny / x-technik

Da zur Fertigung der kompletten Tischplatte die einzelnen Brennzuschnitte bei Lehmer noch UP(Unterpulver)-verschweißt werden, müssen die Teile gefast geliefert werden. (Bilder: x-technik)

Da zur Fertigung der kompletten Tischplatte die einzelnen Brennzuschnitte bei Lehmer noch UP(Unterpulver)-verschweißt werden, müssen die Teile gefast geliefert werden. (Bilder: x-technik)

Rammpfähle

Die Pfahlgründung ist in der Bauausführung eine Variante der Tiefgründung. Mit ihr können die Lasten von Tragwerken in tiefere, tragfähige Bodenschichten abgetragen werden. Nicht oder schlecht tragfähige Bodenschichten werden mit Pfählen überbrückt. Bei der Pfahlgründung werden Pfähle in den Baugrund gebohrt oder gerammt, bis eine ausreichend tragfähige Boden- oder Gesteinsschicht erreicht ist. Die Lasten des Tragwerkes werden dann zum einen durch die Reibung des Pfahls mit dem Baugrund (Mantelreibung) und zum anderen über den Spitzendruck der Pfähle abgetragen. Der Stahlrammpfahl hat dabei den Vorteil großer Biegesteifigkeit und Variabilität.

Quelle: Wikipedia

Zum Produktionsspektrum der Lehmer Maschinentechnik GmbH aus Bruck in der Oberpfalz (D) gesellen sich neben dem Maschinenbau beispielsweise für die Lebensmittelindustrie auch die Fördertechnik und die Fertigung von Komponenten für regenerative Energieanlagen. Kreative Ideen und eine effiziente Produktionstechnik sind dabei die Stärken des Systemlieferanten aus Bayern. „Von jeher legen wir größten Wert darauf, unsere Produktionssysteme stets auf dem neuesten Stand zu halten. Ob beim Laserschneiden, Abkanten und Schweißen oder auch beim Fräsen und Bohren – moderne Anlagen helfen uns, zu fairen Preisen hohe Qualität zu produzieren und gleichzeitig sinnvoll zu rationalisieren“, betont Stefan Teufel, Geschäftsführer bei Lehmer. Da man über zwei Rohrlaserschneidanlagen verfügt, gehört seit vier Jahren auch die Rohrbearbeitung zu den Kernkompetenzen des Unternehmens.

Der Fokus liegt daher immer in der Fertigung von kompletten Baugruppen, bei der das gesamte Know-how der Oberpfälzer ins Spiel gebracht werden kann. So auch bei der Tischplattenfertigung für einen führenden, deutschen Anlagenbauer für die Lebensmittelindustrie. „Diese Tischplatten inklusive Unterkonstruktion bilden das Fundament aller Anlagen dieses Kunden – wie beispielsweise Abfüllanlagen, Verpackungsanlagen oder Etikettiermaschinen “, so Teufel.

Das Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit ist gelegt (v.l.n.r.): Michael Sturm, Franz Xaver Windl, Rudolf Stangl, Stefan Teufel (alle Lehmer) und Norbert Häupler (Wagner). (Bild: x-technik)

Das Fundament für eine langfristige Zusammenarbeit ist gelegt (v.l.n.r.): Michael Sturm, Franz Xaver Windl, Rudolf Stangl, Stefan Teufel (alle Lehmer) und Norbert Häupler (Wagner). (Bild: x-technik)

Der UP-Schweißautomat für die Rammpfähle schweißt mit 600 A und einer Geschwindigkeit von 500 mm pro Minute, mit  3 mm Einbrand. (Bilder: Lehmer)

Der UP-Schweißautomat für die Rammpfähle schweißt mit 600 A und einer Geschwindigkeit von 500 mm pro Minute, mit 3 mm Einbrand. (Bilder: Lehmer)

Bestehende Zertifikate bei Wagner:

• ISO 9001:2008 Qualitätsmanagementsystem
• ISO 14001:2009 Umweltmanagementsystem
• EN 1090-2 Eignung eines thermischen Schneidprozesses
• EN 10204 Umstempelgenehmigung von Werksstoffen mit APZ 3.1 (alle durch TÜV Süd)
(h3)Önorm EN 10160 Ultraschallprüfung von Flacherzeugnissen aus Stahl (durch ÖGfZP)

(h3)In Umsetzung:
• BS 18001 OHSAS Arbeits- und Gesundheitsschutz Managementsystem – geplante Zertifizierung März 2017
• Projekt im Rahmen des Energieeffizienz Gesetzes


Wagner erfüllt Qualitätsanforderungen

Basis dieser Baugruppe bildet eine Platte aus 40 mm starkem Blech. Damit der Kunde von Lehmer auf dieser Konstruktion die nötigen Apparaturen für jede seiner Anlagen problemlos aufbauen kann, müssen die dafür benötigten Brennzuschnitte absolut plan sein. Dies sind Anforderungen, die nicht ohne weiteres erfüllt werden können. „Mit Wagner haben wir nun einen starken Partner gefunden, der unsere Anfoderungen bei Brennzuschnitten mehr als erfüllt“, zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden.

Schon von den ersten Probelieferungen im Herbst 2015 war man bei Lehmer absolut überzeugt. Daher liefert Wagner seit Februar zweimal wöchentlich das Rohmaterial für die Tischplattenfertigung, in den Abmessungen von 1.440 x 2.000 mm bis zu 3.640 x 4.000 mm.

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. (Bilder: Wagner)

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. (Bilder: Wagner)

Dank der Richtbank mit 400 Tonnen Presskraft kann Wagner einwandfreie, plane Brennzuschnitte garantieren.

Dank der Richtbank mit 400 Tonnen Presskraft kann Wagner einwandfreie, plane Brennzuschnitte garantieren.

Norbert Häupler
Geschäftsführer der Wagner Stahl-Technik & Zuschnitt GmbH

„Wir arbeiten mit der Zielsetzung, jede Aufgabenstellung unserer Kunden durch den intelligenten und effizienten Einsatz unserer modernen und leistungsstarken Produktionsanlagen bestmöglich umzusetzen.“

Modernstes Zuschnitt-Center

Warum die Paschinger Stahlprofis eine derart hohe Qualität gewährleisten können, begründet Norbert Häupler, Geschäftsführer bei Wagner, so: „Mit unserem Produktionsbereich verfügen wir überregional über eines der modernsten Zentren für Brennzuschnitte und die finaltechnische Bearbeitung von schweren Blechen. Wir verarbeiten auf insgesamt sieben Plasma- und Autogenbrennschneidanlagen monatlich mehr als 1.000 Tonnen Material von 3 bis 300 mm. Daher verfügen unsere Mitarbeiter über sehr viel Erfahrung.“

Selbstverständlich ist qualitativ hochwertiges Rohmaterial Grundbedingung. Deshalb beschäftigen sich Mitarbeiter von Wagner intensiv mit metallurgischer Prüfung. „Qualitätsnachweise sind für uns unabdingbar. Wir sind nach ISO 9712 zertifiziert, um Material bzw. unsere gefertigten Teile mittels Ultraschall auf Mängel zu prüfen“, so Häupler.

Auf insgesamt sieben Plasma- und Autogenbrennschneidanlagen werden im Wagner-Zuschnittcenter monatlich mehr als 1.000 Tonnen Material von 3 bis 300 mm verarbeitet. (Bilder: Wagner)

Auf insgesamt sieben Plasma- und Autogenbrennschneidanlagen werden im Wagner-Zuschnittcenter monatlich mehr als 1.000 Tonnen Material von 3 bis 300 mm verarbeitet. (Bilder: Wagner)

Stefan Teufel
Geschäftsführer der Lehmer Maschinentechnik GmbH

„Mit Wagner haben wir einen starken Partner gefunden, der unsere Anforderungen bei Brennzuschnitten mehr als erfüllt. Neben der hohen Qualität und Liefertreue ist die überaus unkomplizierte und problemlose Auftragsabwicklung ein Grund, weshalb wir mit Wagner langfristig und verstärkt zusammenarbeiten wollen.“

Einwandfreie, plane Blechzuschnitte

Das wohl wichtigste Kriterium, die hohen Anforderungen von Lehmer zu erfüllen, ist jedoch die Richtbank im Maschinenpark von Wagner. „Mit 400 Tonnen Presskraft erreichen wir bei unseren Brennzuschnitten bis zu einer Bauteilgröße von 4 x 2,5 Metern einwandfreie, plane Oberflächen“, weiß der Geschäftsführer der Paschinger.

Da zur Fertigung der kompletten Tischplatte die einzelnen Brennzuschnitte bei Lehmer noch UP(Unterpulver)-verschweißt werden, müssen die Teile gefast geliefert werden. „Da zwei unserer Brennschneidanlagen mit jeweils einem 3D-Fasenkopfaggregat ausgestattet sind, können wir Lehmer auch diesen Wunsch erfüllen“, meint Häupler, der noch ergänzt: „Wir arbeiten mit der Zielsetzung, jede Aufgabenstellung unserer Kunden durch den intelligenten und effizienten Einsatz unserer modernen und leistungsstarken Produktionsanlagen bestmöglich umzusetzen.“

Der durch das UP-Schweißen neu entstandene Verzug, wird durch Flammrichten wieder beseitigt. Damit kein Rost entstehen kann, werden die Stahlplatten gestrahlt und grundiert. Die Fertigstellung der Tischplatte dauert rund zwei Tage. Nachdem anschließend je nach Variante unterschiedliche Stahlbleche aufgeschweißt werden, kommt die Baugruppe zur Finalisierung noch in die mechanische Fertigung.

Qualitätsnachweis: Nach ISO 9712 zertifiziert werden bei Wagner Material bzw. gefertigte Teile mittels Ultraschall auf Mängel  geprüft. (Bild: Wagner)

Qualitätsnachweis: Nach ISO 9712 zertifiziert werden bei Wagner Material bzw. gefertigte Teile mittels Ultraschall auf Mängel geprüft. (Bild: Wagner)

Auf Wunsch werden die Teile bei Wagner auch gefast. (Bild: Wagner)

Auf Wunsch werden die Teile bei Wagner auch gefast. (Bild: Wagner)

Christine Wagner
Geschäftsführerin der Wagner Stahl-Technik & Zuschnitt GmbH

„Höchste Priorität hat bei uns, in allen wichtigen Unternehmensbereichen in puncto Prozess-Management, Qualität, Technologie und Sicherheit sowie Umwelt immer auf dem neuesten Stand zu sein. Nur so können wir mit maximalem Verantwortungsbewusstsein im Sinne der Kunden, der Mitarbeiter und der Umwelt unser Unternehmen langfristig und nachhaltig positionieren.“

Zusammenarbeit ausgebaut

Da es seit Beginn der Zusammenarbeit mit Wagner keine einzige Reklamation gegeben hat, entschieden sich die Verantwortlichen von Lehmer, auch in einem anderen Produktionsbereich auf Material der Österreicher zu setzen. „Neben der hohen Qualität und Liefertreue ist die überaus unkomplizierte und problemlose Auftragsabwicklung ein Grund, weshalb wir mit Wagner langfristig und verstärkt zusammenarbeiten wollen“, ist Teufel voll des Lobes. So verwendet Lehmer zur Fertigung von sogenannten Rammpfählen (Anm.: siehe Infokasten) für die Deutsche Bahn seit kurzem Zuschnitte aus Pasching. Dabei werden einige Meter lange Blechstreifen von Wagner mittels einer UP-Schweißanlage zu einer Art Doppel-T-Träger verschweißt.

Norbert Häupler ist begeistert von der ausgezeichnet funktionierenden Partnerschaft, sieht aber noch großes Potenzial in einer Ausweitung der Zusammenarbeit. Genauso sieht es Stefan Teufel, der abschließend meint: „Gemeinsam haben wir ein Fundament geschaffen, auf das wir jetzt aufbauen können.“

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