anwenderreportage

Die Luft ist rein

Bei allen Schweißarbeiten bilden sich Schadstoffe, die die Luft verschmutzen und somit die Gesundheit des Menschen negativ beeinflussen. Um den Schweißrauch direkt am Entstehungsort zu erfassen und abzusaugen, setzt die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH auf die Kombination aus dem Rauchgas-Absaugbrenner RAB Grip und dem Hochvakuum-Absauggerät FES-200 W3 von Binzel. So entsteht ein System, das den Schweißer und seine Umgebung vor gesundheitsschädlichen Partikeln schützt. Autor: Ing. Norbert Novotny / x-technik

Karl Aigner
Meister in der Fertigung der voestalpine Krems Finaltechnik

„Mit dem Rauchgas-Absaugsystem von Binzel haben wir eine Lösung gefunden, um unseren Schweißern eine geschützte Arbeitsumgebung zu schaffen.“

Innerhalb des voestalpine-Konzerns bildet die voestalpine Krems Finaltechnik GmbH das Kompetenz-Center für Hochregallager und Standardregalsysteme. Die Niederösterreicher bieten alles aus einer Hand: vom Design, der statischen Auslegung und Konstruktion bis hin zur Fertigung und Montage. Das Produktportfolio umfasst dabei dach- und wandtragende Hochregale (Silos), Baumarkt- und Palettenregale, Integrationsregale für den Ladenbau, Fachbodenregale, feuerverzinkte Regale für den Außenbereich sowie Fahrzeugrückhaltesysteme für die Straßensicherheit. „Eine optimierte und wirtschaftliche Lagerhaltung bedingt eine individuelle, kundenorientierte Lösung. Bestimmend für die Regalkonstruktion ist immer das zu lagernde Produkt. Daher ist bei aller Systemtechnik jedes Regal eine Maßanfertigung“, erläutert Kurt Luger, Fertigungsleiter der voestalpine Krems Finaltechnik GmbH.

Bei den Standardregalsystemen hat sich die Finaltechnik besonders als Lieferant und Partner für einige der größten Bau- und Heimwerkmärkte in Europa etabliert. So wurden in den letzten 35 Jahren über 1.000 Bau- und C+C-Märkte ausgestattet und zudem mehr als 1.000 Hochregallager-Projekte abgewickelt.

Schutz der Mitarbeiter als oberste Prämisse

Die Produkte der voestalpine Krems Finaltechnik werden nach den letztgültigen und für den jeweiligen Anwendungsbereich relevanten europäischen Normen gefertigt. „Bei all unseren Aktivitäten steht eine gleichbleibend hohe Qualität der Produkte im Vordergrund, ohne dabei die Sicherheit sowie den Schutz unserer Mitarbeiter zu vernachlässigen“, bringt es Karl Aigner, Meister in der Fertigung der voestalpine Krems Finaltechnik, auf den Punkt.

Darüber konnten sich auch die insgesamt 24 in Krems beschäftigten Schweißer freuen, als man sich vor drei Jahren zum Wohle der Mitarbeiter für den Einsatz von Rauchgas-Absaugbrennern in Kombination mit Hochvakuum-Absauggeräten von Binzel entschied. „Wir haben verschiedene Fabrikate getestet. Dabei hat mich und vor allem unsere Schweißer die Absaugleistung des Binzel-Systems überzeugt“, erinnert sich Aigner, der die Entscheidung noch weiter begründet: „Darüber hinaus haben wir zuvor bereits jahrelang mit Binzel zusammengearbeitet und bis heute mit deren Produkten und Service gute Erfahrungen gemacht.“

Die Ursachen dort bekämpfen, wo sie entstehen

Neben den Dämpfen der häufig unzureichend gereinigten Werkstückoberflächen sind es vor allem die Metalloxide, die im Schweißrauch zwangsweise freigesetzt werden. Durch den Schweißprozess steigen Schwebeteilchen und ultrafeine Mikropartikel auf und kontaminieren so auch die Atemluft des Schweißers. Deshalb gehören Rauchgas-Absaugbrenner schon seit Jahren zum Produktportfolio von Binzel. Mit ihnen wird der beim Schweißen entstehende Rauch direkt am Ort der Entstehung erfasst und abgesaugt. „Das ist schon auch ein Vorteil gegenüber jeder Überkopfabsaugung, denn da nimmt der Schweißer durchaus noch schädliche Partikel auf“, weiß Konrad Schüler, Technischer Vertrieb bei Binzel Austria.

Der Handgriff des RAB Grip verfügt über Softgrip-Einlagen, die nicht nur dem sicheren Führen des Brenners sondern genauso der zuverlässigen Abdichtung beider Griffschalenhälften dienen, um einen ungewollten Saugverlust am Prozess zu verhindern. Ist die Absaugleistung einmal zu stark, lässt sich die Zuluftmenge ohne Unterbrechung des Schweißvorganges bequem mit dem Zeigefinger regulieren. „Klar ist der RAB etwas schwerer als ein herkömmlicher Brenner. Mit unserer Brennerlinie RAB Grip haben wir jedoch in puncto Handling, Ergonomie und Absaugleistung neue Maßstäbe gesetzt“, ist sich Schüler sicher.

Effizient und sicher

Zur Komplettierung der Rauchgasabsaugung verwenden die Kremser das Hochvakuum-Absauggeräte FES-200 W3 von Binzel. „Das Absauggerät ist leistungsstark, einfach in der Handhabung und durch ihr geringes Gewicht auch für den mobilen Einsatz geeignet“, zeigt sich der Aigner zufrieden. Außerdem zeichnet sich das Gerät durch eine Start-Stopp-Automatik aus, damit es nur „läuft“, wenn auch geschweißt wird. „Dies vermeidet unnötigen Lärm, reduziert den Energieverbrauch und erhöht die Filterstandzeit sowie die Lebensdauer des Motors erheblich“, so Konrad Schüler.

Gut durchdacht und besonders effektiv ist auch die Reinigung der Dauerfilterpatrone, die mit einer integrierten, handgeführten Rotationsdüse durchgeführt wird. Die mit Druckluft betriebene Düse sorgt für ein gleichmäßiges Durchblasen und somit Reinigen der Filterlamellen. „Einfach und problemlos“, versichert der Binzel-Techniker, der fortfährt: „Dies geschieht im eingebauten Zustand, so kann die Umgebung nicht verunreinigt werden. Diese Art der Reinigung ist effizient, sicher, schnell und erspart Zeit und somit Geld.“

Der beim Reinigen aus dem Filter geblasene Staub wird in einer Staubschublade gesammelt und kann – per verschließbaren PE-Beutel sicher verpackt – danach entsorgt werden. Da das Reinigungsintervall je nach durchgeführten Schweißarbeiten sehr unterschiedlich sein kann, wird per Manometer der Staudruck im Filter gemessen. Durch ein akustisches Signal wird der Bediener informiert, wenn der Filter zu reinigen ist.

Optimaler Schutz

Die von der voestalpine gewählte W3-Ausführung des Absauggerätes wurde speziell für die besonderen Anforderungen beim Fügen von chrom-nickelhaltigen Werkstoffen entwickelt und ist durch die Zertifizierung des Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA) mit der W3-Zulassung versehen. Somit ist es für alle Schweißarbeiten mit Emissionen von KMR/1,2 Stoffen (= Liste der krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fortpflanzungsgefährdenden Stoffe) geeignet.

Karl Aigner bleibt zum Schluss nur noch zufrieden zu resümieren: „Wir legen größten Wert auf ausgezeichnete Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter. Mit dem Rauchgas-Absaugsystem von Binzel haben wir eine Lösung gefunden, um unseren Schweißern eine geschützte Arbeitsumgebung zu schaffen.“

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