anwenderreportage

Hand und Handgriff werden eins

Die neuen MB EVO PRO-Schweißbrenner von Abicor Binzel überzeugen durch optimiertes Handling, robustere Konstruktion und verbesserte Leistung: Um hundertprozentige Sicherheit zu gewährleisten, werden im Eisenbahnbrückenbau allerhöchste Anforderungen an Schweißnähte gestellt. Daher vertrauen die ÖBB-Brückenwerke St. Pölten und Villach seit mehr als 20 Jahren auf Schweißbrenner von Abicor Binzel, seit Kurzem auch auf den MB EVO PRO. Die neue Brennerlinie steht für ein vollständig neues Handling-Konzept, das bezüglich Form und Funktion absolut neue Wege geht. Autor: Ing. Norbert Novotny / x-technik

Weitere Projekte: Kremser Donaubrücke (links) und Flutbrücke Hadersdorf.

Weitere Projekte: Kremser Donaubrücke (links) und Flutbrücke Hadersdorf.

Merkmale MB EVO PRO

• Hochwertigste Verschleißteilkomponenten und optimierte Brennerkühlung – für höchste Standzeit

• Echter 2-Komponenten-Handgriff – robust und ergonomisch

• Optimale Tasterposition, flach auslaufendes Handgriffdesign und ausgeklügelte Kugelgelenk- Konstruktion (siehe Bild rechts) – für bestes Handling in jeder Schweißposition

• Reparaturfreundlicher Aufbau bis ins Detail – beste Platzverhältnisse für einfachste Instandhaltungsmaßnahmen (siehe Bild rechts)

• Flexible Hochleistungs-Medienschläuche mit speziellem Schutzgewebe – für ein angenehm bewegliches Schlauchpaket

• Robuster, baugrößenoptimierter Zentralanschluss mit geschützter Schlauchführung

Die beiden Brückenwerke St. Pölten und Villach sind als Center of Competence (COC) Stahlbau innerhalb der ÖBB-Infrastruktur AG zuständig für den Bau und die Erhaltung von Eisenbahnbrücken sowie sonstigen schweren Stahlbau. „Neben der Entwicklung und dem Bau von Neubrücken sowie Hilfsbrücken führen wir auch Brückensanierungen durch. Zudem fertigen wir Sonderkonstruktionen wie beispielsweise Geländer, Handläufe, Gleissicherungsbügel, E-Masten, Fahrleitungsspritzschutz, Stiegen, Absturzsicherungen oder Lärmschutzwände“, erläutert Michael Treitler, Leiter COC Stahlbau.

Rund 1.000 Tonnen Stahl werden jährlich verarbeitet, wobei die Zusammenarbeit von St. Pölten und Villach sehr intensiv ist: „Es kommt auch vor, dass in beiden Werken zeitgleich Komponenten für eine Brücke gefertigt werden, die unsere Montagemannschaft dann vor Ort zusammenbaut“, so Treitler, der seit 1996 die beiden Werke leitet und bis dato für den Bau von etwa 450 Brücken verantwortlich gewesen ist. Die größte davon hatte enorme Ausmaße: 360 Tonnen schwer und 62,9 Meter lang – mit mehr als 7.000 Laufmeter Schweißnaht.

Die Anforderungen an die Schweißtechnik sind dabei extrem hoch. Daher werden alle Schweißnähte extern von einer zertifizierten Stelle zu 100 % ultraschallgeprüft. Darüber hinaus erfüllt das COC Stahlbau alle Normen eines qualifizierten Schweißbetriebs, wie beispielsweise EN 1090-1:2009+A1, EN ISO 3834-2:2008 sowie EN ISO 9001:2008.

So achten die Brückenbauspezialisten auch beim Schweiß-Equipment auf allerhöchste Qualität. Beispielsweise vertraut man bei Schweißbrennern seit mehr als 20 Jahren überwiegend auf Produkte von Abicor Binzel. „Die Leistungsfähigkeit der Binzel-Brenner ist ausgezeichnet. Zudem sind wir mit dem Service zufrieden“, begründet Treitler die langjährige Partnerschaft.

Hilfsbrücke in Ebelsberg.

Hilfsbrücke in Ebelsberg.

Langjährige Partnerschaft (v.l.n.r.): Konrad Schüler (Binzel), Mario Kotmüller, Michael Treitler und Ing. Martin Schnabl (Brückenwerk St. Pölten)

Langjährige Partnerschaft (v.l.n.r.): Konrad Schüler (Binzel), Mario Kotmüller, Michael Treitler und Ing. Martin Schnabl (Brückenwerk St. Pölten)

Im Brückenwerk St. Pölten ist der flüssiggekühlte MIG/MAG-Schweißbrenner MB EVO PRO bereits im Einsatz. Die Schweißer sind vom neuen Brennerkonzept überzeugt.

Im Brückenwerk St. Pölten ist der flüssiggekühlte MIG/MAG-Schweißbrenner MB EVO PRO bereits im Einsatz. Die Schweißer sind vom neuen Brennerkonzept überzeugt.

1. Optimierte Innengeometrie 2. Ausgeklügelte Kugelgelenk-Konstruktion

1. Optimierte Innengeometrie 2. Ausgeklügelte Kugelgelenk-Konstruktion

Der neue Schweißbrenner bildet mit der Hand des Schweißers eine starke Einheit und lässt sich in jeder Arbeitsposition auch über längere Zeiträume hervorragend handhaben.

Der neue Schweißbrenner bildet mit der Hand des Schweißers eine starke Einheit und lässt sich in jeder Arbeitsposition auch über längere Zeiträume hervorragend handhaben.

Michael Treitler
Leiter COC Stahlbau St. Pölten und Villach

„Die Anforderungen an die Schweißtechnik sind im Brückenbau extrem hoch. Daher achten wir beim Schweiß-Equipment auf allerhöchste Qualität. Bei Schweißbrennern vertrauen wir seit mehr als 20 Jahren überwiegend auf Produkte von Abicor Binzel. “

Handling-Konzept geht neue Wege

Seit Kurzem ist unter anderem der flüssiggekühlte MIG/MAG-Schweißbrenner MB EVO PRO im Einsatz. „Unsere Schweißer sind vom neuen Brennerkonzept überzeugt“, so Ing. Martin Schnabl, IWE und schweißtechnisch verantwortlich für beide Werke. Kein Wunder, denn die brandneue Brennerlinie bietet eine Reihe von Vorteilen, die das Schweißen erleichtern und das Schweißergebnis nochmals verbessern.

Dank der völlig neu entwickelten Griffergonomie bietet der MB EVO PRO ein deutlich optimiertes Handling. „Dabei wurden Handgriffumfänge und -krümmung verbessert, Tasterposition und -form optimiert sowie eine innovative, komplett in die Griffschale integrierte Kugelgelenk-Konstruktion entworfen. Der Schweißbrenner bildet dadurch mit der Hand des Schweißers eine starke Einheit“, geht Konrad Schüler, Technischer Vertrieb bei Binzel Austria, ins Detail. Das kann Mario Kotmüller, einer von 13 Schweißern im Brückenwerk St. Pölten, anhand Erfahrungen aus der Praxis absolut bestätigen: „Der neue Brenner bringt ein hervorragendes Gefühl fürs Schweißen in jeder Arbeitsposition, auch über längere Zeiträume hinweg. Da er ausgezeichnet in der Hand liegt und wesentlich leichter als das Vorgängermodell ist, wirkt sich das vor allem beim positionssteigenden Schweißen sehr positiv aus.“

Leichter ist das flüssiggekühlte Modell der neuen Serie auch aufgrund des komplett überarbeitenden Schlauchpakets. „Wie bei den luftgekühlten Brennern auch, wird das Gas nun über den Drahtförderschlauch geliefert. Ein zusätzlicher Gasschlauch ist somit nicht mehr notwendig“, so Schüler. Ein spezielles Schutzgewebe (FRH – Flexible Rubber Hose) macht das Schlauchpaket außerdem besonders belastbar gegenüber aggressiven Kühlmittel-Bestandteilen sowie höheren Temperaturen und hält es gleichzeitig angenehm beweglich. „Die neue, robuste und vergrößerte Schnittstelle zwischen Brennerhals und Schlauchpaket trägt ebenfalls zur hohen Belastbarkeit bei, wodurch der Brenner ideal für den harten Einsatz in der industriellen Produktion geeignet ist“, bemerkt er noch. Darüber hinaus wurden die maschinenseitigen Anschlüsse vollständig überarbeitet und damit deutlich kompakter sowie montagefreundlicher.

Die neue Brennerserie MB EVO PRO bieten eine Reihe von Vorteilen: optimiertes Handling, robustere Konstruktion und verbesserte Leistung.

Die neue Brennerserie MB EVO PRO bieten eine Reihe von Vorteilen: optimiertes Handling, robustere Konstruktion und verbesserte Leistung.

Pestingbachbrücke: Bogenbrücke mit querorientierter Fahrbahn und durchgehendem Schotterbett – Gesamtlänge: 62,6 m / Gewicht: 360 Tonnen / mehr als 7.000 Lfm Schweißnähte.

Pestingbachbrücke: Bogenbrücke mit querorientierter Fahrbahn und durchgehendem Schotterbett – Gesamtlänge: 62,6 m / Gewicht: 360 Tonnen / mehr als 7.000 Lfm Schweißnähte.

Bessere Kühlung, mehr Leistung, weniger Verschleiß

Der flüssiggekühlte MB EVO PRO besticht durch ein sehr durchdachtes Kühlungskonzept und intelligente Materialauswahl. „Beispielsweise wurde die Auflagefläche vom Strom-Wasser-Kabel zum Brennerkörper vergrößert. Für den Düsenstock wird nun Kupfer anstatt Messing verwendet. Die übrigen Verschleißteile bleiben in der bewährten Binzel-Qualität gleich. All das trägt dazu bei, dass der Stromübergang von Düse auf Draht und auch die Wärmeableitung noch besser funktionieren“, wird Schüler konkret. Dieser echt „coolen“ Lösung ist es zu verdanken, das Verschleißteil-Standzeiten wesentlich erhöht werden konnten. Was Schweißer Mario Kotmüller wiederum belegen kann: „Mit dem Vorgängermodell habe ich mit einer Stromdüse eine Drahtspule verschweißt, mit dem neuen Brenner schaffe ich fünf Spulen.“

Durch die neue Kühlung konnten dazu noch extra Leistungsreserven besonders für das hochamperige Schweißen realisiert werden, sodass die neuen Brennertypen laut Schüler rund zehn Prozent mehr Leistung erreichen. Mit den technischen und ergonomischen Weiterentwicklungen der MB EVO PRO und der MB EVO Serie setzt Abicor Binzel ein Ausrufezeichen im Schweißbrenner-Segment. Mario Kotmüller bringt seine Erfahrungen mit der neuen Brennerserie abschließend noch wie folgt auf den Punkt: „Genau, was ich brauche.“

Konrad Schüler
Technischer Vertrieb bei Binzel Austria

„Optimiertes Handling, robustere Konstruktion und verbesserte Leistung. Die neue Brennerserie MB EVO PRO bietet eine Reihe von Vorteilen, die das Schweißen erleichtern und das Schweißergebnis erheblich verbessern.“

Mario Kotmüller
Schweißer im Brückenwerk St. Pölten

„Der neue Brenner bringt ein hervorragendes Gefühl fürs Schweißen in jeder Arbeitsposition, auch über längere Zeiträume hinweg. Da er ausgezeichnet in der Hand liegt und wesentlich leichter als das Vorgängermodell ist, wirkt sich das vor allem beim positionssteigenden Schweißen sehr positiv aus. Auch die Kühlung und die Verschleißteil-Standzeiten konnten wesentlich verbessert werden.“

Georg Höll
Geschäftsführer von Binzel Austria

„Die MB EVO PRO-Brennerlinie steht für ein vollständig neues Handling-Konzept, das bezüglich Form und Funktion neue Wege geht. Mit den technischen und ergonomischen Weiterentwicklungen haben wir neue Maßstäbe im Schweißbrenner-Segment gesetzt.“

Infos zum Anwender

Fertigungsprogramm:
Stahlbau, im speziellen Brückenbau für Eisenbahnen

Fläche Fertigung – überdacht: 1.350 m2
Fläche Fertigung – frei: 650 m2
Lagerung – überdacht: 600 m2
Lagerung – frei: 11.550 m2

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Werkstoffe:
Gruppe 1.1 bzw. 1.2 nach CN ISO/TR 15608

Max. Teileabmessungen:
Länge 50 m, Breit 6 m, Höhe 6 m, Stückgewicht 120 Tonnen, Wanddicke 150 mm

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