anwenderreportage

Anschließen und Produktionsvorteile sichern

Die neue MicorMIG-Geräteserie von Lorch überzeugt bei Michelfelder: Exzellente Schweißqualität in Kombination mit einem einfachen, innovativen Bedienkonzept waren die Anforderungen der Michelfelder Edelstahltechnik GmbH. Mit der neuen MicorMIG-Baureihe von Lorch hat das Unternehmen mehr als eine Alternative für ihre bestehenden Trafoanlagen gefunden.

Die Anbauteile für hochwertige Fertigungs- und Werkzeugmaschinen verlangen  höchste Präzision und optisch einwandfreie Sichtnähte.

Die Anbauteile für hochwertige Fertigungs- und Werkzeugmaschinen verlangen höchste Präzision und optisch einwandfreie Sichtnähte.

MicorMIG Baureihe: Ab Mai 2015 bis 500 A

„Mit der MicorMIG 500 steht den Unternehmen, die in Extremsituationen schweißen, noch mehr Power zur Verfügung“, fasst Jan Eistetter, Produktmanager der Lorch Schweißtechnik GmbH, das einzigartige Leistungsprofil der 500-Ampere-Anlage zusammen. Bei 100 % Einschaltdauer können jetzt 370 Ampere erreicht werden, bei 60 % sogar 430 Ampere. Die Werte liegen damit nochmals höher als bei der bisherigen Highend-Version MicorMIG 400. Das Flaggschiff der neuen MIG-MAG-Generation erlaubt das Schweißen mit Aluminiumdrähten bis 1,6 Millimeter Dicke. Im Mai 2015 geht Lorch mit der Leistungsvariante bis 500 Ampere an den Start.

„Unsere Nähte müssen aussehen wie vom Automaten geschweißt.“ Wenn Werner Huprich, Geschäftsführer der Michelfelder Edelstahltechnik GmbH, das Unternehmen charakterisiert, bewegt man sich in der absoluten Oberklasse. Mit über 90 Mitarbeitern fertigt das Unternehmen aus dem Schwarzwald Blechteile, Komponenten, Baugruppen und Komplettsysteme aus Edelstahl, Aluminium, Stahl sowie Sondermaterialien – u. a. für Branchengrößen wie Trumpf oder Bizerba. Da man sich u. a. auf Anbauteile für hochwertige Fertigungs- und Werkzeugmaschinen spezialisiert hat, spielt neben der absoluten Standfestigkeit die Optik eine große Rolle. Sichtnähte sind bei den hochwertigen Rohrgestellen und Blechbaugruppen die Regel und erfordern absolut saubere Schweißarbeit.

Dabei bietet Michelfelder unter dem Stichwort „Systemeering“ von der Entwicklung bis zur Fertigung der Bauteile die gesamte Lösungspalette an. Für den hochpräzisen Rahmenbau entwickelten die Schwarzwälder sogar ein eigenes System an Verzapfungen für Vierkantrohre, wodurch der Wärmeeintrag beim Schweißen nochmals reduziert wird. Zudem investiert das Unternehmen sehr viel in die Ausbildung der Mitarbeiter, um sie langfristig und nachhaltig an die hochwertigen Produktionsprozesse heranzuführen. Und das mit Erfolg. Das 1970 gegründete Unternehmen firmiert heute unter einer Holding (MHO) als Gruppe mit insgesamt fünf Firmen und sechs Produktionsstandorten in Deutschland. Ein weiterer Standort befindet sich in der Türkei. Kern der Gruppe ist das Werk in Fluorn-Winzeln, in dem neben Edelstahlblechen auch Baugruppen aus Stahlblech bearbeitet werden.

Die neue MicorMIG-Baureihe von Lorch ist nun im Dauereinsatz bei der Michelfelder Edelstahltechnik GmbH.

Die neue MicorMIG-Baureihe von Lorch ist nun im Dauereinsatz bei der Michelfelder Edelstahltechnik GmbH.

Werner Huprich
Geschäftsführer bei Michelfelder Edelstahltechnik

„Ganz wichtig war uns, dass wir Maschinen erhalten, die den gehobenen Ansprüchen in der Industrie mit ihren Einsatzzeiten von acht bis zwölf Stunden am Tag gewachsen sind und schnell und einfach zu bedienen sind.“

Zeit- und Kostenvorteile durch MicorMIG

Vor kurzem hat das Unternehmen den Bestand an Trafoanlagen durch die neue MicorMIG-Serie von Lorch ersetzt. „Ganz wichtig war uns dabei“, so Huprich, „dass wir zum einen Maschinen erhalten, die den gehobenen Ansprüchen in der Industrie mit ihren Einsatzzeiten von acht bis zwölf Stunden am Tag gewachsen sind und zum anderen schnell und einfach zu bedienen sind.“ Beide Anforderungen, so das Fazit nach den ersten Monaten des Einsatzes, erfüllen die Geräte ohne Probleme. „Das Schweißverhalten der MicorMIG 350 ist sehr gut. Das macht sich ganz besonders in puncto Nacharbeit bemerkbar“, resümiert Schweißermeister Simon Kramer. Durch den präzisen Lichtbogen und die exakte Einstellung auf die Materialien gibt es kaum mehr Spritzer. „Die Nacharbeit entfällt nahezu komplett bzw. reduziert sich auf ein absolutes Minimum“, fügt Kramer hinzu. „Das sind echte Zeit- und natürlich auch Kostenvorteile, die wir durch den Einsatz der MicorMIG jetzt haben“, ergänzt Geschäftsführer Huprich.

Ein weiterer Vorteil der MicorMIG-Serie im Vergleich zu herkömmlichen Trafoanlagen ist ihre Upgradefähigkeit. So lassen sich produktivitätssteigernde Schweißverfahren wie z. B. SpeedArc oder spezielle Schweißprogramme (z. B. für Edelstahl oder Aluminium) je nach Bedarf nachträglich individuell aufspielen – ein wesentlicher Pluspunkt, da man in Fluorn-Winzeln eine große Bandbreite an Blechen verarbeitet. Selbst die Bedienfelder der MicorMIG lassen sich einfach auf- und umrüsten, ohne die Maschine auszutauschen. Ein Umstieg z. B. von Basic- auf BasicPlus oder ControlPro ist so problemlos möglich.

Neben den Schweißeigenschaften der MicorMIG ist man bei Michelfelder generell vom neuen, einfachen Bedienkonzept der MicorMIG-Serie mehr als überzeugt. „Auf Knopfdruck lassen sich die verschiedenen Programme und Jobs aufrufen – ein immenser Zeitvorteil, denn unsere Schweißer können sofort loslegen und müssen nicht erst langwierig die Geräte einstellen. Das ist für uns ein echter Wettbewerbsvorteil, da wir die unterschiedlichen Anforderungen somit schneller abarbeiten können“, erklärt Werner Huprich.

Werner Huprich, Geschäftsführer Michelfelder Edelstahltechnik GmbH (links) und Schweißmeister Simon Kramer sind von der Schweißqualität und dem neuen Bedienkonzept überzeugt.

Werner Huprich, Geschäftsführer Michelfelder Edelstahltechnik GmbH (links) und Schweißmeister Simon Kramer sind von der Schweißqualität und dem neuen Bedienkonzept überzeugt.

Simon Kramer
Schweißmeister bei Michelfelder Edelstahltechnik

„Das Schweißverhalten der MicorMIG 350 ist sehr gut. Das macht sich ganz besonders in puncto Nacharbeit bemerkbar.“

Praxisgerechte Bedienung

Das neue Bedienkonzept der MicorMIG orientiert sich konsequent an den Praxiserfordernissen der Unternehmen und wurde mit dem Ziel eines höchst effizienten Schweißmanagements entwickelt. Jeder Schweißbetrieb kann so aus den drei Varianten Basic, BasicPlus und ControlPro ganz individuell die richtige Bedienung für seine Anforderungen wählen – mit der Option, jederzeit und je nach Bedarf das Bedienfeld auf- oder umzurüsten. Durch die übergreifende Logik kann ein Schweißer immer alle Anlagen intuitiv ohne Einlernen handhaben. Alle drei Varianten haben dabei eines gemeinsam: die digitale Anzeige von Schweißstrom und Spannung, die stufenlose Schweißstromeinstellung und die mehrstufige Lichtbogenanpassung. Die beiden Bedienfelder der synergetischen Anlagen, BasicPlus und ControlPro, besitzen zusätzlich eine Schweißprogramm-Auswahl im Vorschubraum, bei der die wichtigsten Komponenten wie Materialart und Schweißdrahtdurchmesser direkt eingestellt werden.

Weitere Features des neuen MIG-MAG-Allrounders, die sich im Betriebsalltag äußerst positiv auswirken, sind für Werner Huprich und Simon Kramer die Dynamikregelung, die Endkraterfüllung und das Jobmanagement der Geräte. Die Dynamikregelung erlaubt dabei jedem Schweißer, den Lichtbogen ganz individuell auf die gewünschte Schweißanwendung einzustellen. Dabei kann er in Abstufungen von drei (Basic), sieben (BasicPlus) oder 21 Schritten (ControlPro) seinen bevorzugten Härtegrad (weich, mittel oder hart) auswählen. Gerade für Schweißer, die bisher an Trafoanlagen arbeiteten, ist das ein sehr hilfreiches Feature, um ganz individuell seine eigene Schweißperformance einzustellen.

Mit Hilfe der Qualitätsfunktion „Endkraterfüllung“, die sich direkt über ein Icon im Bedienfeld zuschalten lässt, ist es zudem möglich, auch am Nahtende ein perfektes Schweißergebnis zu erzielen und den sonst obligatorischen Krater zu vermeiden. Der Schweißstrom wird dabei nicht abrupt beendet sondern gezielt abgesenkt. Das Schmelzbad kann dadurch in Ruhe abkühlen und der Endkrater füllt sich bei niedrigerer Energiezufuhr automatisch mit Material – ein Feature, das gerade dann wichtig ist, wenn es wie bei Michelfelder um optisch perfekte Nähte geht. „Das Bedienfeld der MicorMIG ist absolut übersichtlich und selbst erklärend. Man muss keine Bedienungsanleitung in die Hand nehmen. Anschließen und loslegen – ein großer Vorteil der Maschinen im praktischen Einsatz“, so das gemeinsame Fazit von Geschäftsführer und Schweißmeister.

Der Drahtvorschub der MicorMIG ist auch bei der Kompaktanlage einfach und seitlich schnell zugänglich. Neben der Kompaktvariante gibt es den MIG-MAG-Allrounder zusätzlich mit separatem Drahtvorschubkoffer.

Der Drahtvorschub der MicorMIG ist auch bei der Kompaktanlage einfach und seitlich schnell zugänglich. Neben der Kompaktvariante gibt es den MIG-MAG-Allrounder zusätzlich mit separatem Drahtvorschubkoffer.

Das Bedienfeld der MicorMIG (hier BasicPlus) ist sehr übersichtlich. Alle drei Bedienvarianten sind identisch aufgebaut. Schweißstrom und Spannung werden digital angezeigt. Endkraterfüllung und die mehrstufige Dynamikregelung sind über Icons direkt anwählbar.

Das Bedienfeld der MicorMIG (hier BasicPlus) ist sehr übersichtlich. Alle drei Bedienvarianten sind identisch aufgebaut. Schweißstrom und Spannung werden digital angezeigt. Endkraterfüllung und die mehrstufige Dynamikregelung sind über Icons direkt anwählbar.

Infos zum Anwender

Neben der Kernkompetenz Edelstahltechnik als Grundlage der Michelfelder Gruppe wurden vor allem die Bereiche Blechbearbeitung, Laserbearbeitung, Dichtungs- und Dosiertechnik, sowie die Kurzrohrherstellung nachhaltig ausgebaut.

www.michelfelder.de

Optimales Jobmanagement

Eine weitere Innovation der MicorMIG ist das mehrstufige Berechtigungskonzept auf Basis der NFC-Technologie. Die Berechtigungskarten verifizieren sechs unterschiedliche Benutzertypen. Dabei wird die Verstellmöglichkeit von schweißrelevanten Betriebsparametern abhängig von Nutzertyp, Ausbildungsstand und Verantwortlichkeit im Betrieb eingeschränkt. Die Bedienung ist intuitiv: Die Karte wird einfach an das Bedienfeld gehalten. Eine Verriegelungsfunktion stellt den Betrieb der Anlage nur durch autorisiertes Personal sicher.

Mit der Berechtigungskarte „Welder Basic“ etwa darf der Schweißer die Hauptparameter frei verstellen, hat aber keinen Zugriff auf Neben- und Maschinenparameter. Ein Administrator hingegen hat den Zugriff auf sämtliche Funktionen und Einstellungen. Idealerweise wird das Berechtigungsmanagement bei den Synergie-Anlagen der MicorMIG-Serie mit dem ebenso bedienfreundlichen Job-Betrieb kombiniert. Mit dem ControlPro-Bedienfeld und der Option „Job-Write“ lassen sich beispielsweise Schweißjobs für spezifische Arbeitsplätze und Werkstücke erstellen und direkt auf frei beschreibbare Karten speichern. Über die Karten können dann die Jobs an beliebigen BasicPlus- oder ControlPro-Anlagen mit der Option „Job-Read“ aufgerufen werden. Damit entfällt das Erstellen einzelner Schweißparameter und die Einhaltung der innerbetrieblichen Qualitätsvorgaben ist gewährleistet.

Mit dem sehr positiven Feedback sieht sich Jan Eistetter, Produktmanager der Lorch Schweißtechnik GmbH, in der Konzeption der neuen MicorMIG-Baureihe bestätigt: „Die MicorMIG-Produktlinie von Lorch setzt mit ihrer intelligenten Lichtbogen-Regelungstechnik, dem einfachen Bedienkonzept und dem Vollschutz-Vorschubkoffer einen neuen Standard für stufenlos einstellbare Schweißsysteme und ist damit die Alternative zu herkömmlichen Trafoanlagen.“ Die Produktionsvorteile durch die neue MicorMIG-Serie haben inzwischen auch innerhalb der Michelfelder Firmengruppe ein weiteres Werk aufhorchen lassen. Das Schwesterunternehmen in Spaichingen interessiert sich ebenfalls für den neuen MIG-MAG-Allrounder.

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